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Junge Duderstädterin Kinder und Jugendliche in Argentinien

Arbeitsalltag im Armenviertel beginnt Junge Duderstädterin Kinder und Jugendliche in Argentinien

Im August diesen Jahres ist die Duderstädterin Friederike Jendrysik für ein Jahr nach Argentinien aufgebrochen. Dort arbeitet sie im Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Bosco. Ihre Erlebnisse und Eindrücke schildert sie im Tageblatt.

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Herzlich empfangen: Friederike (M.) und „ihre“ Mädchen.

Quelle: EF

Die ersten Tage habe ich in Buenos Aires verbracht. Dort haben meine Mitvoluntärin Claudia und ich viel von der Stadt angeguckt, zum Beispiel das Stadtviertel „La Boca“, das für seine bunten Häuser bekannt ist. Buenos Aires ist eine wunderschöne Stadt, überall ist Trubel, und viele Menschen sind unterwegs. Aber ich bin froh, dass ich nicht dort mein Jahr verbringen werde, denn zurechtgefunden hätte ich mich wohl nie.

Am 24. August sind wir nach Villa Regina aufgebrochen. Die kleine Stadt liegt in der Provinz Río Negro. Zusammen mit Padre Daniel haben wir im Auto zwölf Stunden gebraucht, aber dann waren wir endlich in der Stadt, die jetzt für ein Jahr mein Zuhause ist. Die Wohnung ist einfach, aber sehr schön. Mit dem Internet gibt es keine Probleme, und eine Waschmaschine haben wir auch.

Empfangen wird man hier in Argentinien überall herzlich, die Kinder haben sich gleich an mich gehängt und drauflos erzählt. Es ist jeden Tag wieder spannend. Die Kinder sind arm, leben in einfachen Häusern, manche haben keine Eltern. Trotzdem haben sie nicht ihre Lebensfreude verloren. Deshalb macht es viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten.
Die Projekte, in denen ich nun ein Jahr arbeiten werde, stehen auch endlich fest. Wir hatten in Villa Regina eine Eingewöhnungszeit und haben umliegende Orte besucht. Aber seit Montag dürfen wir endlich etwas tun. Ich arbeite morgens in einem Heim für Jungen, die sechs bis zehn Jahre alt sind. Deren Eltern haben beispielsweise Alkohol- oder Justizprobleme, oder sie arbeiten die ganze Woche und können sich deshalb nicht um ihre Kinder kümmern. Nur am Wochenende sind die Jungen bei ihren Eltern – sofern das möglich ist.

Nachmittags arbeite ich in einem Armenviertel von Villa Regina, „El Sauce“. Dort gebe ich Englischunterricht oder beschäftige mich mit den Kindern. Abends fahre ich in ein Heim für Mädchen von sechs bis 18 Jahren. Dort sollen wir bei den Hausaufgaben helfen oder einfach nur da sein. Die Projekte in Villa Regina sind sinnvoll. Die Salesianer sind hier sehr aktiv, aber das ist auch notwendig. Mit den Brüdern der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos essen wir zusammen zu Mittag und zu Abend. So hat man gleich das Gefühl, ein Teil der Don Bosco Arbeit in Villa Regina zu sein.

Weiteres auch in meinem Blog unter http://friedaargentina.wordpress.com.

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©Richter