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Junger Schlachtermeister aus Krebeck erfolgreich

Schlotterkämme Junger Schlachtermeister aus Krebeck erfolgreich

Hühner züchten – für viele junge Männer ist dies wohl eher eine ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung. Nicht für Gregor Brennecke , den 20-jährigen Schlachtermeister aus Krebeck. Schlotterkämme  sind sein Hobby. 

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Quelle: EF

Über den ersten Vorsitzenden des Geflügelzuchtvereins Duderstadt, Alfred Karl Walter, ist Brennecke zur Geflügelzucht gekommen. Walter wohnt ebenfalls in der Höherberggemeinde und züchtet seit vielen Jahren erfolgreich Rassegeflügel.

Auf dem ehemaligen Bauernhof der Brenneckes wurden schon immer Hühner gehalten. Mit seinem Vater entschied sich Junior Brennecke  schließlich zur Zucht von Bergischen Schlotterkämmen in schwarz. Diese Rasse hatte es dem Krebecker angetan, denn auf der Leipziger Rassegeflügelschau sprach er mit einem sächsischen Züchter, der ihm einen Zuchtstamm zusammen stellte.

Eine große Herausforderung war für ihn die Tatsache, dass diese Rasse auf der roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen steht. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen Deutschland meldet aus dem Jahr 2005 lediglich einen Bestand von 32 männlichen und 161 weiblichen Tieren

Inzwischen züchtet Gregor   mit zwei Stämmen (je ein Hahn mit fünf Hennen). Gebrütet wird mit der Brutmaschine, nach dem Schlupf kommen sie in den Kükenstall, eine Wärmelampe spendet die nötige Temperatur. 

Etwa 60 Küken laufen zurzeit in verschiedenen Ställen. Sobald sie ganz befiedert sind, können die Jungtiere auf die grüne Wiese. Bis das Erwachsenenalter erreicht wird, braucht es zirka sechs bis sieben Monate, dann ist das Federkleid, das tiefschwarze Gefieder, in voller Pracht.

Bereits im Jahre 1896 wird von weiteren drei Farbenschlägen – unter den bildkräftigen Bezeichnungen schwarz-weißgedobbelt, schwarz-gelbgedobbelt, sowie gesperbert – berichtet. Aus dem Rasseporträt ist zu entnehmen, dass das Bergische Land Ursprungsland ist, sie dort seit vielen hundert Jahren existieren. Im rauhen Klima des Bergischen Landes erzüchtet, ist die Rasse äußerst wetterhart und problemlos in der Aufzucht.

Keine große Akzeptanz

„Angesichts der Legeleistung mit jährlich mindestens 180 weißen Eiern, ist es eigentlich erstaunlich, dass diese einheimische Rasse keine größere Akzeptanz  findet“, sagt Vorsitzender Walter vom Geflügelzuchtverein Duderstadt.

Das Gewicht des Hahnes erreicht 2 bis 2,75 Kilogramm, das der Henne 1,75 bis 2,25 Kilogramm.

Im ansonsten roten Gesicht der Rasse mit den weißen Ohrscheiben befinden sich häufig viele kleine haarförmige Federchen, die als Anpassung an den Wind entstanden sind. Der Hahn zeigt eine gut ausgebildete übermittelgroße Kammfahne, die „stehend“ getragen wird. Bei der Henne steht der Kamm vorn aufrecht und fällt danach „schlotternd“ zur Seite, was der Rasse einst den  Namen einbrachte.

Von red

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Mit 18 Jahren schon hatte er den Meisterbrief in der Tasche, mit 20 eröffnete er seinen eigenen Betrieb. Jetzt hat Gregor Brennecke einen weiteren Schritt nach vorn gemacht: Seine Fleischerei hat die EU-Zulassung bekommen, was unter anderem bedeutet, dass der Betrieb selber schlachten und seine Produkte an andere Betriebe weiterverkaufen darf.

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