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Käseglocke macht Duderstädter Innenstadt nicht attraktiver

Arbeiten am Areal Bahnhof Käseglocke macht Duderstädter Innenstadt nicht attraktiver

Beinahe sind die Arbeiten am Areal Bahnhof beendet – damit rückt die Eröffnung der Apotheke näher. Ein Interview mit Adrian Knoch, Betreiber einer Innenstadt-Apotheke in Duderstadt.

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Adrian Knoch.

Quelle: EF

Im Vorfeld der Veränderungen auf dem Areal Bahnhof gab es lautstarke Proteste gegen die Ansiedlung einer Easy-Apotheke. Sehen Sie die Befürchtungen der Gegner als begründet an?

Es spielen bei den Gegnern natürlich ganz ureigene Interessen eine Rolle, viele Widersprecher betreiben ein Geschäft auf der Marktstrasse. Man fürchtet weniger Frequenz in der Innenstadt und sieht sich einem gesteigerten Wettbewerb ausgesetzt. Das ist verständlich. Was die Gegner jedoch vergessen: Indem man eine Käseglocke über Duderstadt stülpt,  wird die Innenstadt nicht automatisch attraktiver.

Ich bin davon überzeugt, dass durch die Etablierung moderner und für die Menschen interessanter Einkaufsmöglichkeiten auch in der Peripherie das Einzugsgebiet vergrößert wird, was auch der Innenstadt zugute kommt. Um diese Synergie zu nutzen, empfiehlt sich eine Anbindung des Bahnhofareals an die Innenstadt, zum Beispiel mittels Anbindung an den Busverkehr.

Welche Vorteile versprechen Sie sich vom Standort am ehemaligen Bahnhof?

Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: Zum einen ist es die Erreichbarkeit des Bahnhofs direkt am Knotenpunkt Bahnhofstrasse/Industriestrasse. Die Nähe zur Feilenfabrik sowie der benachbarte dm-Markt ermöglichen ein maximal bequemes Einkaufen. Und was natürlich der größte Vorteil ist: Für Eltern mit Kindern, die direkt nebenan beim Kinderarzt waren, ist eine Apotheke vor Ort ein Segen.

Wie viele Menschen haben mich angesprochen, wie praktisch die Nähe zum Kinderarzt doch ist? Ich sehe auch einen Vorteil in den räumlichen Möglichkeiten, die ich für mein Konzept am Bahnhof habe. Eine Apotheke als Gesundheitsmarkt mit mehr als 4000 Artikeln alleine im Selbstbedienungssortiment braucht Platz, der in der Innenstadt nicht zur Verfügung steht.

Worin unterscheidet sich das Konzept der Easy-Apotheke von dem einer anderen Apotheke?

Die Easy-Apotheke unterscheidet sich in vielerlei Punkten von anderen Apotheken: Da wäre einmal die Lage: Die Easy-Apotheke befindet sich in der Nähe vom Einkaufscenter Feilenfabrik, ist gut erreichbar und bietet reichlich Parkplätze. Das macht es den Kunden einfach, nach dem Einkauf des täglichen Bedarfs auch Rezepte einzulösen und  sich mit Produkten aus dem Gesundheitssortiment zu versorgen.

Und die Kunden wollen nicht nur gesund werden, sondern auch gesund bleiben. Außerdem gibt es ein breites Sortiment. Im sogenannten Freiwahlbereich gibt es eine große Auswahl an Gesundheitsprodukten, auch außergewöhnliche Produkte findet man hier. Analog zum Lebensmitteleinzelhandel gilt das Prinzip der Selbstbedienung. Da der Beratungs- und der Kassiervorgang räumlich und funktional strikt getrennt sind, bleibt deutlich mehr Zeit für die Beratung der Kunden durch das Fachpersonal. Das ermöglicht einfaches Einkaufen ohne langes Anstehen.

Wie viele Arbeitsplätze werden am Standort Duderstadt geschaffen?

Die Easy-Apotheke ist eine vollwertige Apotheke, für die dieselben rechtlichen Grundlagen gelten, wie in jeder Apotheke in Deutschland. Das heißt für die Beratung in und die Abgabe von rezeptpflichtigen und apothekenpflichtigen Arzneimitteln muss pharmazeutisches Fachpersonal zugegen sein. So werden dort zwei Apotheker, ein Pharmazie-Ingenieur, zwei  Pharmazeutisch-Technische-Assistenten, eine Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistentin arbeiten sowie drei Kassenarbeitsplätze geschaffen.

Sie betreiben auch eine Innenstadt-Apotheke in Duderstadt. Sind hier Veränderungen zu erwarten?

Die Turm-Apotheke ist seit 56 Jahren ein fester und verlässlicher Anlaufpunkt für unsere Kunden. Das wird natürlich auch so bleiben. Die Turm-Apotheke bleibt wo und wie sie ist. Ganz wichtig natürlich auch: Die Mitarbeiter der Turm-Apotheke bleiben unseren Kunden in der Turm-Apotheke erhalten. So wird jeder seine bekannten Gesichter beziehungsweise Lieblingsmitarbeiter weiterhin vor Ort antreffen.

Das Interview führte Nadine Eckermann

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