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Kanalkataster wird bis 2013 komplettiert

In Gieboldehausen Kanalkataster wird bis 2013 komplettiert

Die Erkundung des Untergrundes in der Samtgemeinde Gieboldehausen geht in die letzte Etappe. In diesem Jahr wird die optische Kanalinspektion in Rüdershausen fortgesetzt, 2012 in Rhumspringe mit Lütgenhausen.

Den Zuschlag für das Auftragspaket bekommt eine Firma aus Blomberg, die mit gut 60 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben und eine Duderstädter Firma knapp unterboten hat. Die Untersuchung beschränkt sich auf die Kanäle fürs Oberflächenwasser, für den Schmutzwasserkanal ist der Abwasserverband Eller-Rhume zuständig.

Die Erfassung des Kanalnetzes via Kamera, um ein digitales Kataster zu erstellen, läuft bereits seit Jahren. Den Auftakt bildete der kleine Ort Renshausen, der mangels Unterlagen und wegen Hauptkanälen unter Privatgrundstücken als Härtefall galt. Zum Abschluss soll 2013 als größter Brocken die Mittelpunktsgemeinde Gieboldehausen an die Reihe kommen – und voraussichtlich auch die Ortschaft Germershausen, die ebenfalls noch aussteht. Aus Kostengründen geht die Samtgemeinde schrittweise vor und nimmt sich pro Jahr nur eine Mitgliedsgemeinde vor. In der Regel zieht die Untersuchung Sanierungsbedarf nach sich.

Bis auf die Schmutzwasserkanäle in Gieboldehausen und Wollershausen, deren Abwasser in der kommunalen Kläranlage in Gieboldehausen landet, ist die Samtgemeinde nur für die Regenwasserkanäle in ihrem Hoheitsgebiet zuständig. In Bilshausen, Bodensee und Renshausen hat sie aber auch die Schmutzwasserkanäle untersuchen und sich die Kosten vom Abwasserverband Raum Katlenburg erstatten lassen.

Im Zeitplan vorgezogen wurde die bereits abgeschlossene Untersuchung des hochwassergefährdeten Bahnhofsviertels in Gieboldehausen. Nach ersten kleineren technischen Schritten zur Verbesserung der Situation hat der Bauausschuss jetzt ein größeres Paket zur Sanierung des dortigen Schmutzwasserkanals gebilligt. Hauptproblem sind marode Verbindungen, die abgedichtet oder erneuert werden sollen. Den Auftrag über rund 110 000 Euro soll eine Firma aus Norden bekommen. Nach der öffentlichen Ausschreibung hatten 19 Firmen Angebotsunterlagen angefordert und neun Firmen – darunter keine aus der Region – Angebote abgegeben.

„Wir beschäftigen uns seit Jahren mit dem Thema“, stimmt Otmar Pfeifenbring (SPD) der „ersten größeren Maßnahme“ für das Bahnhofsviertel zu: „Dabei wird es aber nicht bleiben.“ Wenn bei Untersuchungen Schäden festgestellt würden, sei die Samtgemeinde in der Pflicht, betont Bürgermeister Reinhard Grobecker (CDU). Zur Lösung der Probleme im Bahnhofsviertel gebe es einen Stufenplan, der jetzt schrittweise umgesetzt werde, merkt Baumtsleiter Klaus-Dieter Grobecker an.

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