Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Katholische Erwachsenenbildung lädt zu Islam-Vortrag nach Duderstadt

Wissen schaffen, Ängste abbauen Katholische Erwachsenenbildung lädt zu Islam-Vortrag nach Duderstadt

„Der Islam gehört zu Deutschland“, hat Angela Merkel Anfang des Jahres betont. Doch: Allein das Wort der Bundeskanzlerin genügt nicht, um die Unsicherheiten gegenüber einer vielen deutschen Christen fremden Religion abzubauen. Mit einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung wollen das Katholische Bildungswerk Untereichsfeld und die Integrationsbeauftragte der Stadt Duderstadt einen Beitrag dazu leisten, Wissen über den Islam zu verbreiten – und damit Vorurteile abzubauen.

Voriger Artikel
Originelle Outfits sind im Eichsfelder Karneval gefragt
Nächster Artikel
Duderstädter unternehmen Weltreise durchs Märchenland
Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „Der Islam in unserem Alltag – was weiß ich wirklich darüber?“ lautet die Frage am Mittwoch, 18. Februar, im Haus St. Georg. Ab 19 Uhr sollen zunächst Informationen zum Islam und seiner Geschichte, zu den Traditionen und dem Glaubensalltag muslimischer Menschen vermittelt werden. Es referieren Christiane Schubert, Referentin für interreligiösen Dialog im Bistum Hildesheim, und Emin Tuncay, Vertreter der muslimischen Ditib-Gemeinde in Hildesheim. „Der Islam ist kein einheitliches Gebilde“, erklärt Propst Bernd Galluschke. Dies zu verstehen, falle Christen oftmals schwer. Die Veranstaltung soll dazu einen Beitrag leisten. Im Anschluss an die Vorträge soll es Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und sich auf diesem Weg mit Islam, Koran und Glaubensalltag auseinanderzusetzen.

In Zeiten von Pegida-Demonstrationen und Debatten über die Willkommenskultur erachten die Veranstalter die Auseinandersetzung mit dem Islam als einen ersten Schritt, Barrieren durch Ängste oder Vorurteile abzubauen. „Wir möchten den gegenseitigen Respekt fördern“, erklärt Regina Steffens-Grosche, Integrationsbeauftragte der Stadt Duderstadt. Die Betonung liege dabei ebenso auf „Respekt“ wie auf „gegenseitig“. Die Frage, welche Lebensweise in welcher Sache die richtige Ansicht vertrete, solle dabei nicht geklärt werden, so Steffens-Grosche. Martin Grosche nennt die Rolle der Frau als Beispiel: „Sollte eine emanzipierte Frau in Deutschland erwarten, dass sich eine muslimische Frau diesem Standard anpasst“, stellt er eine der Fragen, die erörtert werden könnten. „Integration kann nicht bedeuten, dass eine Kultur die andere adaptiert.“

Die Frage nach „Wer hat eigentlich recht?“ könne nur dann gestellt werden, wenn es an die Spielregeln des gesellschaftlichen Miteinanders gehe, so Renate Schopferer, Vorsitzender der Katholischen Erwachsenenbildung Untereichsfeld. „Die Menschenrechte und das Grundgesetz bilden die Basis. Darauf bauen wir unser Zusammenleben mit allen Kulturen auf“, ergänzt Galluschke.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter