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Kein Geld vom Bund für Hallenbad-Sanierung

Förderantrag nicht berücksichtigt Kein Geld vom Bund für Hallenbad-Sanierung

Eine Hiobsbotschaft kommt aus dem Bundesbauministerium: Das Duderstädter Hallenbad wird beim Sanierungsprogramm für kommunale Einrichtungen nicht berücksichtigt. Die Duderstädter SPD drängt darauf, dass jetzt dringend Finanzierungsalternativen gefunden werden müssen.

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3,1 Millionen Euro Sanierungsbedarf: Hallenbad Duderstadt.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Die Befürchtung von Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe und ihrer Tochter EBB (Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder GmbH), hat sich bestätigt. In das neue Förderprogramm des Bundes wurden fünf Projekte aus Niedersachsen aufgenommen, darunter das Waldfreibad Hanstedt - aber nicht das Duderstädter Hallenbad. Dort besteht laut Gutachten Sanierungsbedarf in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Mit dem Förderantrag wollte die Stadt Duderstadt einen Notanker werfen. Durch das Bundesprogramm wären 45 Prozent Zuschuss möglich gewesen.

„Jetzt brauchen wir Sanierungsvorschläge für eine Minimallösung“, sagt Kuhlmann und verweist auf die Aufsichtsratssitzung am 8. April, in der über das weitere Vorgehen beraten werden soll. Es geht um Investitionen in sanitäre Anlagen, Lüftung und energetische Gebäudesanierung in den nächsten zwei bis drei Jahren - falls die Technik überhaupt solange mitspielt. „Noch ist alles gutgegangen, seit Eröffnung gab es keinen weiteren Störfall.“ Sollte der Lüftungsanlage die Puste ausgehen, müsste die im Mai endende Hallenbadsaison vorzeitig abgebrochen werden.

„Duderstädter Hallenbad bald auf dem Trockenen?“, fragt sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Glahn: „Jahrelanges Hoffen auf Förderprogramme reicht einfach nicht aus. Jetzt gilt es, endlich die Ärmel hochzukremplen und das Thema offensiv anzugehen. Was wir brauchen, sind kreative Lösungen.“ Jahrelangen Beteuerungen seien keine politischen Entscheidungen gefolgt. Das räche sich jetzt.

Die SPD habe vorgeschlagen, einen Teil der noch nicht abgerufenen Fördermittel des Bundes für Kommunalinvestitionen für die Sanierung des Hallenbades zurückzuhalten. Auch andere finanzielle Fördermöglichkeiten müssten erwogen werden.Die Bäder seien als Bestandteil der Infrastruktur Duderstadts und für das Vermitteln von Schwimmkompetenz unverzichtbar.

Von den 450 000 Euro Defizit, die Frei- und Hallenbad der EBB jährlich bescheren, entfallen zwei Drittel aufs Hallenbad. Das Freibad hatte in der vergangenen Saison mehr als 50 000 Besucher, das Hallenbad 22 000 - Tendenz sinkend. Mehr als 50 Prozent der Nutzer seien Schüler und Vereine, sagt Kuhlmann, der gehofft hatte, das Bundespolizei-Training könnte den Förderantrag begünstigen. Es gebe einen harten Kern von Schwimmern, der öffentliche Publikumsverkehr sei rückläufig: „Voll ist das Bad nur bei Events.“ ku

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