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Keine Schüler mehr in Seeburg / SPD drängt auf Nachnutzungskonzept

Landkreis-Anfrage nach Flüchtlingsunterkunft Keine Schüler mehr in Seeburg / SPD drängt auf Nachnutzungskonzept

Auflösungsbeschluss und Entwidmung sind zwar noch nicht erfolgt, de facto ist der Schulstandort Seeburg aber tot. Die SPD-Fraktion im Seeburger Gemeinderat hat deshalb den Antrag gestellt, ein Konzept für die künftige Nutzung zu entwickeln und eine Bürgerversammlung einzuberufen.

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Auflösungsbeschluss und Entwidmung sind zwar noch nicht erfolgt, de facto ist der Schulstandort Seeburg aber tot.

Quelle: Thiele

Seeburg. „Eine Schule – zwei Standorte“, Ihre Homepage wird die Verbundschule Seeburg-Seulingen demnächst ändern müssen. Seit den Ferien ist das Grundschulgebäude in Seeburg verwaist. Da das dritte Jahr in Folge die Schülerzahlen nur für eine erste Klasse ausgereicht haben, wurden die Schulanfänger laut Samtgemeinderatsbeschluss wieder nur in Seulingen eingeschult.

Eine isolierte vierte Klasse in Seeburg wurde schon aus pädagogischen und organistorischen Gründen verworfen. Deshalb seien auch die Viertklässler als geschlossener Klassenverbund nach Seulingen gewechselt, sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Arne Behre (SPD). Dort gebe es jetzt zwei vierte Klassen.

Sowohl Behre als auch Fachbereichsleiter Hendrik Seebode gehen davon aus, dass in Seeburg keine Kinder mehr beschult werden. Zunächst müsse der Samtgemeindrat aber beschließen, den Standort aufzuheben. Behre bestätigt, dass es bereits eine Anfrage des Landkreises gegeben habe, ob das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden könne.

Zum Zeitpunkt der Anfrage sei die Klassensituation noch nicht endgültig geklärt gewesen. Das Gebäude komme aber schon deshalb nicht für Flüchtlinge in Frage, weil es dort weder Duschen noch Turnhalle gebe. „Die Schule ist nicht geeignet dafür“, sagt auch Seebode. Und der Kreis wolle keine Gebäude ohne Einwilligung der Eigentümer als Flüchtlingsquartier nutzen.

Eigentümerin des Schulgebäudes, das weiter geheizt und gewartet wird, ist  die Samtgemeinde. Sie hat die Schule bei der Gebietsreform 1973 von der Gemeinde übernommen. Der damals geschlossene Vertrag sieht vor, dass das Gebäude wieder der Gemeinde überschrieben wird, wenn es nicht mehr schulisch genutzt wird. In den nächsten Tagen solle es Gespräche geben, wie die Kosten für zwischenzeitlich erfolgte Modernisierungen und Umbauten zu verrechnen seien, sagt Behre.

„Wir wollen Schnellschüsse verhindern, Transparenz in das Thema bringen, die Bürger einbeziehen und Fachleute hinzuuziehen, begründet Bruno Kluge den von den Grünen unterstützten Antrag der Seeburger SPD-Fraktion für ein Nutzungskonzept: „Die Schule ist ein Herzstück unseres Dorfes.“   

In einer von einem externen Moderator unterstützten Bürgerversammlung könnten Vorschläge gesammelt werden. Für denkbar hält Kluge auch ein Dorfgemeinschaftshaus. Das gibt es bislang nur im zur Gemeinde gehörenden Bernshausen. Das zentral gelegene und barrierefreie Gebäude sei auch eine Chance für Seeburg, die Samtgemeinde ebenfalls an einer Nachnutzung interessiert, meint Seebode.

Verwundert über den SPD-Antrag ist Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU). Zurzeit sehe er weder Handlungsbedarf  noch - möglichkeiten. Ohne Beschluss über die Aufhebung des Schulstandortes sei der Vorstoß nur Schall und Rauch.

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