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Kinder aus Kartuzy werden von Duderstädter Schülern begleitet

Sprachliche Barrieren überwinden Kinder aus Kartuzy werden von Duderstädter Schülern begleitet

Waisen aus der polnischen Partnerstadt Kartuzy sind zurzeit zu Gast im Tabalugahaus. Dass diese Reise für die Kinder überhaupt ermöglicht werden konnte, ist vielen Helfern zu verdanken wie dem Deutsch-Polnischen Freundeskreis, dem Kunstverein „Kunst bis Du“ oder der St.-Ursula-Schule.

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Schatzkisten als Erinnerungsstücke: Kinder aus Kartuzy basteln im Tabalugahaus.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Der Kontakt zu dem Waisenhaus in Kartuzy besteht seit Jahren. Wir haben verschiedene Hilfstransporte dorthin geschickt und Zuschüsse für die Gebäudesanierung gespendet“, berichtet Paul Schneegans als Vorsitzender des Deutsch-Polnischen Freundeskreises in Duderstadt. Aber erst durch die Angebote des Tabalugahauses und diverser Sponsoren könne den Kindern auch die Reise nach Deutschland ermöglicht werden. 2013 kam erstmalig eine Waisen-Gruppe aus Kartuzy  nach Duderstadt.

„Daraus sind auch zu deutschen Jugendlichen Freundschaften entstanden, die bis heute halten“, sagt Kathrin Wüstefeld, Leiterin des Tabalugahauses.  Um den polnischen Kindern Kontakte zu deutschen Gleichaltrigen zu ermöglichen und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, haben sich in diesem Jahr Schüler der St.-Ursula-Schule bereiterklärt, die Aktionen und Ausflüge der Gruppe zu begleiten.

„Wir haben ein Programm zusammengestellt, in dem Kreativität und Bewegung im Vordergrund stehen, wobei Sprachbarrieren zwischen den deutschen und polnischen Schülern leichter überwunden werden“, beschreibt Wüstefeld das Konzept. In puncto Kreativität brachte sich auch der Kunstverein „Kunst bist Du“ mit ein. „In einer selbst gefertigten Schatzkiste sammeln die Kinder Erinnerungen an ihren Aufenthalt in Duderstadt. Steinmosaike werden in den beteiligten Einrichtungen einen Platz finden, und auf einem Leinentuch wird gemeinsam gemalt. Motive aus Duderstadt sind Thema“, erklärt Michaela Wesselak vom Kunstverein.

Die 17-jährige Roksana Mlynsta war schon vor zwei Jahren in Duderstadt. Sie lobt die herzliche Aufnahme und die gute Organisation und möchte später selbst einen Beruf im sozialen Bereich erlernen. Alec Henke (13) von der St.-Ursula-Schule sagt, die Verständigung sei manchmal schwierig, aber mit einem Sprachengemisch aus Englisch und Deutsch ginge das.

Am Freitagabend wurden die Kinder zum Auftakt des Duderstädter Schützenfestes am Rathaus begrüßt. Anschließend lud der Deutsch-Polnische Freundeskreis im Garten des Tabalugahauses zu Grillen ein, wozu auch Förderer, Sponsoren und die Akteure gekommen waren.

Von Claudia Nachtwey

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