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Kinder erkunden Techniken des Blaudrucks in Obernfeld

Weiße Muster auf blauem Grund Kinder erkunden Techniken des Blaudrucks in Obernfeld

Unter dem Motto „Das druckt ja!?“ hat eine Ferienaktion gestanden, zu der am Montag rund zehn Kinder auf den Schulhof der Obernfelder Grundschule gekommen sind. Sie lernten die Prinzipien des Blaudrucks und andere Drucktechniken kennen.

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Die Teilnehmer der Ferienaktion in Obernfeld stellen mit verschiedenen Materialien ihre Kreativität und ihr Geschick unter Beweis.

Quelle: Richter

Obernfeld. Die Teilnehmer erfuhren, dass Blaudruck ein Färbeverfahren für Gewebe aus Leinen- oder Baumwolle ist, bei dem ein weißes Muster auf blauem Grund entsteht. Gefärbte Stoffe habe es schon im alten Ägypten gegeben, so Museumspädagogin Sandra Kästner.

Nachdem das aus Indien stammende Färbemittel Indigo in Europa nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung gestanden habe, sei vermehrt Färberwaid angepflanzt worden. Aus deren Blättern entstehe über mehrere Zwischenstufen ein Pulver, das mit Hilfe einer Chemikalie wasserlöslich werde.

Mit einem stempelähnlichen Model und Papp, einer Druckmasse, würden vor dem Färben Muster aufgebracht. „Was ich aufdrucke, wird beim Färben ausgespart“, bringt Kästner das Prinzip des Reservedrucks auf den Punkt. „Die Kunst beim Stoffdruck ist es, die Muster so aneinanderzufügen, dass es einheitlich ist“, erläuterte die Museumspädagogin.

Damit die Kinder das Prinzip der Drucktechniken selbst ausprobieren konnten, hatte die Museumspädagogin unter anderem Fertigfärbemittel und blaue Farbe als Pappersatz mitgebracht. Geschick zeigten die Teilnehmer nicht nur beim Umgang damit, sondern auch beim Entwerfen von Mustern.

Den Mädchen und Jungen hat die Ferienaktion viel Freude gemacht. „Wir haben eine Menge über Blaudruck gelernt. Es ist spannend, alte Techniken kennen zu lernen und sie auszuprobieren“, so die zwölfjährige Anna-Marie aus Obernfeld. „Ich finde es sehr gut, dass man erklärt bekommt, wie das früher gemacht wurde und wie die Pflanzen heißen“, sagte ihr neunjähriger Bruder Carlos. Dem siebenjährigen Constantin „hat das Drucken sehr viel Spaß gemacht“.

Von Axel Artmann

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