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Kinder in Nesselröden bereiten sich auf Sternsingeraktion vor

Segen bringen und Spenden sammeln Kinder in Nesselröden bereiten sich auf Sternsingeraktion vor

Was machen eigentlich Sternsinger? Die Vermutung der Kinder beim ersten Sternsingertreffen im Pfarrheim in Nesselröden lautete zunächst: „Da geht man rum und sammelt Süßigkeiten“. Schnell wurden die Kinder aber eines Besseren belehrt.

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Die Sternsinger informieren sich mit Landkarte und Broschüren über die Kinder auf den Philippinen, für die sie Spenden sammeln wollen.

Quelle: Richter

Nesselröden. „Viele sind ja schon seit einigen Jahren dabei, die kennen sich schon besser aus“, sagt Jutta Becker, die die Kinder betreut und vorbereitet.

Und die, die schon mehrmals mitgemacht haben, erklären dann, was ein Sternsinger macht: an jeder Tür klingeln, ein Lied singen, einen Segenstext sprechen, eine Spende erbitten und mit Kreide den Schriftzug 20*C+M+B+15 über die Tür schreiben. „Das bedeutet: Christus segne dieses Haus“, erklärt Becker. Zur Belohnung bekommen die Sternsinger an vielen Türen auch eine Süßigkeit, die den folgenden Weg durch den Ort versüßen soll.

Neben dem Segnen aller Häuser geht es aber auch darum, Kindern, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Im kommenden Jahr werden Spenden für Kinder auf den Philippinen gesammelt. „Dort wachsen zwar viele Früchte wie Ananas und Erdnüsse, diese bekommen aber nicht die Kinder, sondern sie werden verkauft“, erklärt Betreuerin Andrea Hofmann den rund 20 anwesenden Sternsingern.

„Letztes Jahr waren es insgesamt auch über 60“

Von den Spenden sollen Gewächshäuser in den philippinischen Schulen gebaut werden, in denen eigens für die Kinder Früchte angebaut werden sollen. Auf einer Karte zeigen Becker und Hoffmann, wie weit die Inselgruppe von Deutschland entfernt ist. Anschließend wird ein Film über die Philippinen vorgeführt. Die Kinder schauen aufmerksam zu.

Beim darauf folgenden Üben der Sternsingerlieder könnte die Gruppe allerdings noch etwas Verstärkung vertragen. „Bei den nächsten Treffen sind es mehr Kinder, letztes Jahr waren es insgesamt auch über 60“, sagt Hofmann.

In Gruppen aufgeteilt werden die Kinder als Heilige Drei Könige und Sternträger verkleidet am Sonnabend, 3. Januar, von Haus zu Haus ziehen. Normalerweise findet die Sternsingeraktion immer am 6. Januar, am kirchlichen Festtag „Heilige Drei Könige“, statt. Allerdings sind an diesem Tag keine Ferien mehr.

„Es ist schön, den Segen besonders zu älteren Menschen zu bringen“

„Jedes Kind kann mitmachen“, beschreibt Becker die ökumenische Aktion. Die jüngsten Teilnehmer seien sogar noch im Kindergartenalter, die ältesten 17 Jahre alt. Diese werden dann als Betreuer eingesetzt, um die einzelnen Gruppen zu begleiten. Lillian Nolte ist zum ersten Mal Sternsinger. Ihre Freundinnen Anna Rittmeier und Juliane Hinterthaner sitzen im großen Stuhlkreis neben ihr.

„Es ist schön, den Segen besonders zu älteren Menschen zu bringen“, meint die neunjährige Juliane. Der Spaß stehe natürlich im Vordergrund. Und den haben die Mädchen bestimmt. „Wir möchten nämlich in eine Gruppe“, bemerkt Anna, die ebenfalls neun Jahre ist.

Die drei Mädchen aus Nesselröden werden mit vielen anderen Kindern am Morgen des 3. Januar in einer Andacht in der Kirche ausgesendet, um danach als Heilige Drei Könige mit Stern den Segen in die Haushalte zu bringen.

Abschluss bildet ein Dankgottesdienst am 11. Januar, in dem auch die Sternsinger der Gemeinden Immingerode, Esplingerode, Desingerode, Werxhausen und Nesselröden in der Kirche St. Georg erwartet werden. Außerdem bekommt jeder Sternsinger eine Urkunde.

Von Helena Gries

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