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Kindergarten soll geschlossen werden

Nur noch zwölf Plätze belegt Kindergarten soll geschlossen werden

Der 860-Seelen-Ort Rüdershausen wird voraussichtlich seinen Kindergarten verlieren. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, den Betriebsträgervertrag mit der katholischen Kirchengemeinde zu kündigen. Das weitere Vorgehen soll am 16. November in einem Gespräch mit Vertretern der Kirche, der politischen Gemeinde und der Eltern gemeinsam geklärt werden.

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Dem Kindergarten in Rüdershausen droht das Aus: Der Betrieb soll im kommenden Jahr eingestellt werden.

Quelle: Thiele

Rüdershausen. „Wir haben lange gerungen und es uns mit dem Entschluss nicht leicht gemacht“, sagt Bürgermeisterin Annegret Lange (CDU): „Die Eltern, deren Kinder die Tagesstätte besuchen, sind nicht gerade begeistert, der demografische Wandel lässt uns aber keinen Spielraum mehr.“

Zurzeit besuchen zwölf Kinder in einer altersübergreifenden Gruppe die zentral gelegene Kindertagesstätte St. Andreas. Vor zehn Jahren waren es noch 30 Kinder in zwei Gruppen.

„In diesem Jahr wird es in Rüdershausen voraussichtlich nur drei Geburten geben“, sagt Lange. Eine Tagesstätte mit 30 Plätzen sei auf Dauer nicht finanzierbar. Die Gemeinde übernimmt 63 Prozent der Betriebskosten und zahlt einen jährlichen Zuschuss in Höhe von rund 90 000 Euro – Tendenz steigend. 

Hinzu kommt laut Lange, dass immer mehr Eltern längere Betreuungszeiten als bis 14 Uhr wünschen, die bei der Größenordnung des Kindergartens nicht möglich seien. Einzelne Kinder seien bereits in Rhumspringe angemeldet worden.  

„Wir wollten den Kindergarten so lange wie möglich halten, tragen aber Verantwortung für das Wohl der Kinder“, sagt Lange und nennt auch pädagogische Gründe für die Kündigung. In einer mehrzügigen Kita könnten die Kinder besser altersentsprechend gefördert werden. Auch die Auflösung der Grundschule vor zehn Jahren habe sich als richtige Entscheidung im Sinne der Kinder erwiesen.

Den Vertrag mit der Kirche soll mit Wirkung zum Jahresende 2016 gekündigt werden. Die Gemeinde strebt aber an, sich mit der Kirche darauf zu einigen, den Betrieb bereits mit Auslaufen des Kindergartenjahres Ende Juli 2016 zu beenden. Bis dahin sind noch einige Fragen zu klären. Über die Nachnutzung des Gebäudes muss die Kirche entscheiden, die Gemeinde eine Vereinbarung für Kindergartenplätze im Nachbarort Rhumspringe treffen und die Beförderung regeln.

Die Kapazität der ebenfalls kirchlichen Kindertagesstätte in Rhumspringe, die bereits von Kindern aus Wollershausen und Lütgenhausen besucht wird, reiche auch für die Kinder aus Rüdershausen aus, meint Rhumspringes Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) und verweist zudem auf den gemeinsamen Grundschulbesuch in Rhumspringe.

Im Kindergarten Rhumspringe gibt es derzeit eine Krippengruppe, eine Kindergartengruppe und eine Kleingruppe. Die soll – auch ohne Rüdershäuser Kinder – zum Jahreswechsel zu einer Regelgruppe erweitert werden.

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