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Klara Kopp versorgt täglich 140 Kinder mit frisch zubereitetem Essen

Gekocht wird, was die Saison bietet Klara Kopp versorgt täglich 140 Kinder mit frisch zubereitetem Essen

Tausende Studenten verdankten Klara Kopp volle Teller in der Göttinger Mensa. Doch das Essen auszugeben, das andere gekocht haben, hat die gelernte Hauswirtschafterin nach 17 Jahren nicht mehr erfüllt.

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Quelle: Richter

Gieboldehausen. Nun kocht sie selbst, und zwar täglich für etwa 140 Kinder im katholischen Familienzenturm Heilige Familie / St. Antonius. Unterstützung bei diesem Großprojekt hat sie von ihrer Gehilfin Susanne Gleitze.

„Es gibt montags Nudeln, dienstags Fleisch, mittwochs Suppe. Diese Vorgaben sind abgesprochen, aber die Einzelheiten des Speiseplans erstelle ich selbst. Manchmal kredenze ich auch neue Rezepte“, sagt Kopp. Als Hauswirtschafterin hat sie gelernt, aus dem zu kochen, was Region und Saison bieten und auch Reste schmackhaft zu verwerten.

„Wir sind einer der wenigen Kindergärten, wo noch vor Ort gekocht wird“, freut sich die stellvertretende Leiterin Monika Nickel. Da im Familienzentrum die beiden Kindergärten Heilige Familie und St. Antonius zusammengeschlossen sind, ist auch ein besonderes Konzept gefragt. So sind bei St. Antonius  die beiden Krippen untergebracht. „Für die Krippenkinder wird weniger Rohkost und mehr gekochtes Gemüse angeboten“, erklärt Nickel. Darauf hat sich Kopp eingestellt, aber auch Wünsche der Kinder werden im wöchentlichen Speiseplan berücksichtigt wie Milchreis oder Hamburger – die natürlich auch selbstgemacht aus frischen Zutaten.

Das Kochen in den Gieboldehäuser Kindergärten hat zwar Tradition seit 1992, aber heute hat sich die hauseigene Küche um einige Angebote erweitert. „Wir bieten hier auch Kochkurse für Eltern mit ihren Kindern oder geben Rezepte weiter, wenn die Kinder zu Hause genau die Nudelsoße essen wollen, die sie aus dem Kindergarten kennen“, sagt Nickel.

Erschwert wird das Kochen im Kindergarten allerdings durch neue Auflagen: Seit 2014 müssen nicht nur alle Inhaltsstoffe, sondern speziell auch alle Allergene vermerkt werden. Kopp und die Kindergartenleitung erarbeiten gemeinsam für alle Speisen einen großen Produkt-Info-Ordner, um Eltern aufzuklären, was die Kinder vorgesetzt bekommen.

Von Claudia Nachtwey

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