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Koch sieht Erfolg, Trittin Unwirtschaftlichkeit

Ortsumgehung Duderstadt Koch sieht Erfolg, Trittin Unwirtschaftlichkeit

Der Duderstädter Landtagsabgeordnete Lothar Koch (CDU) will sich weiter für die Realisierung der Ortsumgehung Duderstadt einsetzen. Die Aufnahme in den vorrangigen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan sei ein erster Erfolg.

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Lothar Koch

Quelle: Iris Blank

Duderstadt. Wie Koch betonte, habe er sich seit Jahren dafür stark gemacht, das Projekt in der Priorisierung des Landes Niedersachsens hoch anzusiedeln, damit die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan gelinge - dies sei nun geschehen. Im Zusammenhang mit dem Südniedersachsenplan sei die Umsetzung des Verkehrsprojektes von immenser Wichtigkeit.

Dies habe auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) anerkannt, lobte Koch. Er stellte zudem das Engagement der Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) als „wichtige Beiträge“ heraus.

Noch Unstimmigkeiten

Nun sei das Ergebnis der Öfffentlichkeitsbeteiligung abzuwarten, sagte Koch. Er sei aber guter Dinge, dass Einigkeit hergestellt werden könne: „Für den ersten Abschnitt ist das kein Problem“, glaubt der Landtagsabgeordnete. Gemeint ist damit der Abschnitt im Südteil vom Kreisverkehr am Euzenberg bis zur Kreuzung Richtung Tiftlingerode im Bereich des Geländes der Ziegelei Bernhard. Strittig sei hingegen der zweite Bereich hinsichtlich der Kosten und Nutzen und die Auswirkungen auf die Umwelt betreffend. „Darüber wird noch diskutiert werden.“

Anders als der CDU-Landtagsabgeordnete interpretiert der Grüne Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin die Angaben zum Nord- und Südteil der Umgehung im Bundesverkehrswegeplan als Bestätigung dafür, dass es sich bei den Projekten um nicht wirtschaftliche handele.

„Die Ortsumgehungen und Teistungen-Ferna rutschen bei der Wirtschaftlichkeitsbewertung regelrecht ab“, sagte er. Für die Abschnitte bei Mingerode und Gerblingerode ergebe sich demnach ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von nur 2,0. „Auch die Fortsetzung auf thüringischer Seite kommt nur noch auf einen Wert von 2,2“, sagte Trittin am Freitag.

2003 hätten beide Vorhaben noch einen Wert von 4,3 gehabt. „Die Bundesregierung stellt fest, dass der Projektnutzen sich mehr als halbiert hat“, resümiert Trittin und führt die Einschätzung auch auf das rückläufige Verkehrsaufkommen auf der B 247 zurück. Bei der Anzahl der beantragten Projekte sei der Kosten-Nutzen-Faktor kein unwichtiger: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bund das Geld in Projekte steckt, die volkswirtschaftlich wenig lohnend sind, während wichtige Vorhaben in der Warteschleife bleiben.“

Folgen für die Umwelt nicht verkennen

Er werde die Kostenschätzung hinterfragen, kündigte Trittin an, der vermutet, es könnten nicht alle Kostenrisiken des Pferdebergtunnels berücksichtigt worden sein. Auch seien die Folgen für die Umwelt nicht zu verkennen: Die Zerstörung des Mühlentals und des Lücketals als Teil des Naherholungsgebiets Pferdeberg sei irreparabel. „96 Bürger haben im Planfeststellungsverfahren Einwendungen erhoben und auch die Naturschutzverbände haben die naturschutzfachlichen Argumente gegen das Vorhaben untermauert.“

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