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Kölner Urgestein erobert als Prinz die Brehme

Harry Klein Kölner Urgestein erobert als Prinz die Brehme

In seinen Adern fließt offensichtlich mehr Rheinwasser als Blut, und wenn er loslegt, können selbst eingefleischte Karnevals-Gegner einpacken: Harry Klein, diesjähriger Prinz des Göttinger Karnevalvereins Rheintreue, eroberte mit umwerfendem Charme, Temperament und echter Kölner Schnauze am Sonnabend Vormittag im Handstreich die Brehmestadt. Schauplatz seines Prinzenfrühstücks war nämlich das Duderstädter Lokal MaxxM in der Haberstraße.

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Majestätischer Trubel in der Brehmestadt: Regentenpaar Harry und Steffi (Mitte) samt Gefolge beim Prinzenfrühstück.

Quelle: OT

Ein Göttinger Karnevalsprinz speist samt Gefolge im Eichsfeld ? Des Rätsels Lösung: Der Blaublütige und seine Gattin Steffi – gleichzeitig Rheintreue-Prinzessin für diese Session – sind vor zwei Jahren in die Brehmestadt gezogen und fühlen sich hier nicht nur als Karnevalisten zu Haus. „Duderstadt ist ein Kompromiss“, lacht Harry, denn Steffi stamme aus Worbis und arbeite im Duderstädter Altenheim Am Park, er selbst habe vor dem Umzug in Bovenden gewohnt.
Die typisch kölsche Kodderschnauze wurde vor 65 Jahren in der Karnevalshochburg geboren, als Sohn eines bekannten Vaters. „Mein Erzeuger ist Willy Millowitsch“, bestätigt Klein die frappierende Ähnlichkeit zum berühmten, deutschen Volksschauspieler und Humoristen. Ein echtes Vater-Sohn-Verhältnis habe es aber nie gegeben, man habe sich im Streit um Musikrechte entzweit. Trotzdem haben sich neben der Ähnlichkeit wohl besonders die Faschings-Gene durchgesetzt, denn Prinz Harry lebt für den Karneval.
„Schon mit drei Jahren hat mich Schwager Otto in Köln mit zu den „Blauen Funken“ geschleppt“, teilt Klein auch auf seiner Homepage mit. Seitdem hat ihn der Fasching nicht mehr losgelassen, als „kölsche Jung“ unterhält er seit Jahren bei Büttenabenden das Publikum – kostenlos, wie er betont: „Ich will den Leuten einfach nur Freude und Spaß bereiten.“
Seine Frau Steffi hatte eigentlich nie viel für das Treiben zwischen Fetten Donnerstag und Aschermittwoch übrig. Jetzt müsse sie da eben durch, wie sie lachend betont: „Einmal muss man das mitgemacht haben. Außerdem wäre Harry vom 11.11. bis Aschermittwoch sowieso nicht ansprechbar.“
MaxxM-Wirtin Bettina Monecke-Wolff, selbst begeisterte Änhängerin des Kölner Karnevals, nahm den Trubel zum Anlass, um mit dem Prinzen ein seit langem geplantes Vorhaben zu diskutieren: „Ich will auch in Duderstadt einen Karnevalsverein gründen. Das ist schon lange überfällig.“

Von Anne Eckermann

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