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Kolpingfamilie Rüdershausen zeigt „Honig im Kopf“ im Pfarrheim

Demenz mit Tragikomödie thematisieren Kolpingfamilie Rüdershausen zeigt „Honig im Kopf“ im Pfarrheim

Eine unterhaltsame, aber doch nachdenklich stimmende Möglichkeit, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen, haben die Mitglieder der Kolpingfamilie Rüdershausen angeboten. Im Rahmen eines Erzählcafés zeigten sie den Film „Honig im Kopf“.

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Kolpingfamilie Rüdershausen zeigt „Honig im Kopf“ von Till Schweiger im Pfarrheim Rüdershausen.

Quelle: dpa

Rüdershausen. In der Tragikomödie von Til Schweiger fährt die elfjährige Tilda mit ihrem an Demenz erkrankten Opa Amandus nach Venedig.

Das Mädchen hatte gehört, dass es Demenzkranken helfe, Orte wiederzusehen, an denen Erinnerungen geweckt werden könnten.

„Der Film ist sehr rührend und nähert sich auf eine lebendige Weise dem Thema Demenz“, erklärte Andrea Wiegmann, Vorsitzende der Kolpingfamilie. Die Idee, den Film im Pfarrheim zu zeigen, stieß auf große Resonanz. Etwa 30 Gäste waren zum Teil mit ihren Ehepartnern gekommen. „Demenz ist ein Thema, das alle betrifft, Erkrankte  ebenso wie deren Ehepartner, Kinder und Enkel, die selbst in diese Situation hineinwachsen müssen“, sagte Wiegmann.

Dass „Honig im Kopf“ auch bei der jungen Generation beliebt ist, bestätigte Merle Wiegmann, Tochter der Vorsitzenden und ebenfalls elf Jahre alt – wie Tilda im Film. „Es ist toll, wie sich Tilda um ihren Opa kümmert“, sagte Merle, doch könne sie sich nicht vorstellen, mit ihren Großeltern im Zug schwarz zu fahren wie Tilda und Amandus das gemacht haben.

„Es ist wichtig, in der Kolpingfamilie auch junge Leute mit ins Boot zu holen“, spricht Andrea Wiegmann den hohen Altersdurchschnitt an und den fehlenden Nachwuchs. Sie selbst sei quasi mit der Kolpingfamilie aufgewachsen, ihre Mutter sei heute noch aktiv dabei und habe auch die Anregung zu dem Film gegeben.

Bei anderen Themen arbeiten die vier Kolpingfamilien aus den sechs Seelsorgeeinheiten Rüdershausen, Rhumspringe, Brochthausen, Hilkerode, Langenhagen und Fuhrbach oft zusammen, um das Publikum für Vorträge und Veranstaltungen zusammenzubekommen. „Bei unseren Themen versuchen wir immer, ein möglichst großes Interesse zu wecken“, sagte Wiegmann.

Von Claudia Nachtwey

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