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Kombinationslösung für Niedersachsenhof ist gescheitert

Keine Einigung über Doppel-Nutzung Kombinationslösung für Niedersachsenhof ist gescheitert

Der gesplittete Verkauf des gemeindeeigenen Niedersachsenhofes mit Festplatz für einen Gastronomiebetrieb und einen benachbarten Einkaufsmarkt ist gescheitert.

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Quelle: Richter

Gieboldehausen. In Gesprächen mit Tobias Borchard, Inhaber des Catering- und Veranstaltungsservices Oppermann, und der Part AG, die dort einen Rewe-Markt errichten will, habe keine Einigung über Kernthemen erzielt werden können, bestätigt Gemeindedirektor Georg Moneke. Nutzungskonflikte vom Flächenzuschnitt bis zur Zahl der Parkplätze hätten nicht gelöst werden können, ein weiterer Bewerber sei ebenfalls ausgeschieden. Damit ist die vom Fleckenrat im Dezember mehrheitlich beschlossene Kombinationslösung vom Tisch. Jetzt heißt es doch wieder Entweder-Oder.

Als Option bleibe nunmehr ausschließlich die Veräußerung einer Teilfläche für den Rewe-Markt oder für die gastronomische Nutzung, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Gemeinderat. Der soll in seiner Sitzung am Montag, 20. April, um 17 Uhr im Gieboldehäuser Pfarrheim darüber befinden, ob an Borchard oder an die Part AG verkauft werden soll – verbunden mit jeweiligen Bedingungen für beide Kaufinteressenten.

Wie die Mehrheitsgruppe Freie Wähler GfG/SPD/Grüne abstimmen wird, ist noch offen. „Wir haben keinen Fraktionszwang“, sagt Gruppensprecher Wolfram Döring (FW) und schließt nicht aus, dass uneinheitlich abgestimmt wird. In diesem Fall würde voraussichtlich Borchard zum Zug kommen, da die CDU-Fraktion sich weiterhin eindeutig für eine gastronomische Lösung ausspricht.  Den Verkauf des Festplatzes und die Rewe-Pläne hatte die CDU stets abgelehnt. „Es ist schade, dass es so lange dauern musste“, sagt Markus Gerhardy (CDU) und hofft, das jetzt endlich eine Entscheidung für den verwaisten Niedersachsenhof getroffen wird. 

Damit steht er nicht allein. „Wir müssen zu einer Entscheidung kommen“, betonen auch Moneke und Döring. Die Kombi-Lösung habe immerhin Bewegung in die Sache gebracht, sagt Döring. Die Gruppe werde auf jeden Fall auf einen angemessenen Verkaufspreis drängen – auch mit Blick auf die Darlehn-Belastung für den Niedersachsenhof und die Etatlage des Fleckens. Die Part AG habe ein erheblich höheres Angebot gemacht, merkt Döring an.

Borchard bekräftigt sein Kaufinteresse. Für ihn habe sich zwischenzeitlich die Möglichkeit ergeben, eine andere Immobilie zu übernehmen. Dieses Projekt stehe aber nicht in Konkurrenz zum Vorhaben in Gieboldehausen. „Ich sehe weiterhin das Potenzial im Niedersachsenhof“, sagt Borchard. Ein Konzept für eine mögliche gastronomische Nutzung hat er bereits im vergangenen Jahr vorgelegt. Es sieht unter anderem vor, Events im Flecken zu veranstalten.

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©Richter