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Komische Liebesgedichte im Duderstädter Rathaus

Göttinger Literaturherbst Komische Liebesgedichte im Duderstädter Rathaus

„Sie saßen und tranken am Teetisch, und sprachen von Liebe viel. Die Herren waren ästhetisch, die Damen von zartem Gefühl.“ Diese erste Strophe eines Gedichts von Heinrich Heine war am vergangenen Sonnabend Teil der humorvollen Lesung „Komische Liebesgedichte“, die im Rahmen des 23. Göttinger Literaturherbstes im Duderstädter Rathaus angeboten wurde.

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Christian Maintz und Nina Petri lesen komische Liebesgedichte.

Quelle: JHS

Duderstadt. Christian Maintz und Nina Petri begeisterten die rund 100 Besucher mit Witz und gekonntem Schauspiel.

Nachdem Christian Maintz eine Sammlung von Gedichten unter anderem von Busch, Heine und Ringelnatz zusammengestellt hatte, suchte er nach erfahrenen Bühnenmenschen. „Und für komische Liebesgedichte musste es natürlich eine Frau sein“, meint Veranstalter Hans-Peter Herberhold.

Mit der bekannten deutschen Schauspielerin Nina Petri holte sich der Autor und Germanist eine Mitleserin ins Boot, die mit gekonnten Schauspiel die einzelnen Gedichte untermalt. So gab die gebürtige Hamburgerin auch das Gedicht „Danach“ von Kurt Tucholsky im perfekten Berliner Akzent zum Besten und brachte das Publikum spontan zum Lachen.

Liebe aus komischer Sicht

Den gut gelaunten Gästen erklärte Maintz auch den außergewöhnlichen Titel der Veranstaltung: „Wir alle wissen, wenn man verliebt ist, ist man glücklich oder unglücklich, aber es ist keinesfalls zum Lachen. Gefühl und Lachen scheinen sich nicht zu vertragen“.

Der Abend zeigte allerdings, dass Liebe durchaus auch aus einer komischen Sicht betrachtet werden kann. Zwischen den einzelnen Gedichten gab Maintz Erklärungen zum lyrischem Aufbau sowie zu den Autoren und Stilepochen.

Mehrere  Veranstaltungen des Literaturherbstes haben in diesem Jahr erstmalig außerhalb von Göttingen stattgefunden. „Wir sind zum ersten Mal in Duderstadt zu Gast und wollen die Veranstaltung in den nächsten Jahren weiter ausweiten“, kündigte Herberhold an. Auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) freute sich, „die Gemeinschaft auch in diesem Bereich zu pflegen“.

Von Helena Gries

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Erinnern an den Komponisten Franz Schubert: Daniel Rohr, Felix Froschhammer, Rachel Späth, Markus Fleck und Andreas Fleck (von links).

50 Veranstaltungen in zehn Tagen mit 9900 Besuchern sind nur die Eckdaten für den 23. Göttinger Literaturherbst. Die beliebte Veranstaltung hat mit bekannten Autoren wie Andreas Schätzing oder Andrea Sawatzki das Publikum ebenso begeistert wie mit Themen von großem Interesse, wie sie die Psychotherapeutin Eva Jaeggi oder der Naturphilosoph David J.C. MacKay vermittelten.

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