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Kontakte zwischen Worbis und Duderstadt

Verbindungen zur DDR vor dem Mauerbau Kontakte zwischen Worbis und Duderstadt

Im aktuellen Heft „Südniedersachsen – Zeitschrift für regionale Forschung und Heimatpflege“ befasst sich der Duderstädter Historiker Dieter Wagner mit den Kontakten zwischen dem Kreistag in Duderstadt und dem Kreisrat Worbis 1953 bis 1960. Das Heft ist im Duderstädter Mecke Verlag erschienen.

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Kreisrat Worbis 1956 mit Duderstädter Vertretern.

Quelle: Kreisarchiv/Mecke

Duderstadt. Beim Landkreis Duderstadt ging am 29. April 1953 ein Schreiben des Kreisrates Worbis ein, worin dazu aufgefordert wurde, „über die Schwierigkeiten hinweg zusammenzufinden“, schreibt Wagner. Vermehrt sei versucht worden, die deutsche Einheit voranzutreiben und eine gemeinsame Aussprache herbeizuführen. Vor diesem Hintergrund warb der Oberkreisdirektor des Landkreises Duderstadt im Dezember 1953 beim Regierungspräsidenten in Hildesheim für eine Grenzübergangsstelle in Gerblingerode, wovon er die Belebung der lokalen Wirtschaft erhoffte. Auch dem Worbiser Kreisrat schlug er einen Grenzübergang „zur Verstärkung der Beziehungen zwischen Obereichsfeld und Untereichsfeld“ vor. Als zwei Nesselröder 1958 aufgrund einer Wette zwei Flaschen Bier aus Bösekendorf holen wollten und im DDR-Gefängnis landeten, und das vor dem Hintergrund der gesamtpolitischen Entwicklungen, starben die Kontakte zwischen den beiden Kreisen zunehmend ab und endeten mit dem Mauerbau 1961.

Das Heft, worin der ausführliche Bericht nachzulesen ist, wurde von der Arbeitsgemeinschaft Südniedersächsische Heimatforschung herausgegeben. Weitere Themen in der aktuellen Ausgabe sind die Mündener Stadtgrenze am Reinhardswald, Historisches zur Stadt Dassel, Sterben für den Glauben im 20. Jahrhundert mit Beispielen aus dem Eichsfeld, Flurnamen und was sie bedeuten und die Auflösung des Museumsverbundes Südniedersachsen. Außerdem gibt es Beiträge aus den Fachgebieten Geografie, Volkskunde, Familienforschung, Denkmalpflege und Mundart. Die Zeitschrift Südniedersachsen erscheint dreimal im Jahr.

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©Richter