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Kontura und LNS-Gesellschaft veranstalten Friedensfest im Museumsgarten

Tanz zwischen Krieg und Frieden Kontura und LNS-Gesellschaft veranstalten Friedensfest im Museumsgarten

Frieden ist nicht nur das Thema der Jahresausstellung der Kunstvereins Kontura. Frieden war auch das Thema eines Festes am Sonntag im Museumsgarten am Duderstädter Stadtpark.

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Versöhnlicher Abschluss: Am Ende der Performance schwenken die Tribal Roses Fahnen.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die der Kunstverein Kontura gemeinsam mit der LNS-Gesellschaft während des Kultursommers präsentierte, stand der Auftritt von „Tribal Roses“.

Die Mitglieder der Ausdruckstanzgruppe aus dem Wendland näherten sich tänzerisch dem Spannungsfeld aus Krieg und Frieden, Streit und Versöhnung, Hass und Liebe.

Dabei bildete ein afrikanisches Kinderlied die Klammer. Fröhlich klatschend und unbeschwert hüpfend begannen die zehn Tänzerinnen ihre Performance im Museumsgarten. Plötzlich setzte das ratternde Geräusch von Hubschrauberrotoren ein, Gewehrsalven mischen sich unter Funksprüche aus dem Cockpit. Die Frauen richten ängstliche Blicke in den Himmel, ließen sich zu Boden fallen und gingen in Deckung. Dann war es still.

Mit schmerzverzerrten Gesichtern löste sich eine Frau nach der anderen aus dem Gebilde aus zusammengekauerten Menschen. Nacheinander legten sie die weißen Gewänder, in denen sie den Tanz begonnen hatten, ab. Zurück blieben umhersuchende Gesichter, verkrampfte Leiber und schwarze Gestalten.

Wütend boxend und wild aufstampfend lösten sich die Figuren aus der Starre. Sie nahmen die Rollen von Soldaten ein, die nichts weiter zurücklassen, als trauernde Frauen, die ihre Kinder zu Grabe tragen.

Frieden ist nicht nur das Thema der Jahresausstellung der Kunstvereins Kontura. Frieden war auch das Thema eines Festes am Sonntag im Museumsgarten am Duderstädter Stadtpark. © Eckermann

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Schon im nächsten Moment schlüpften die Frauen in die Rollen von Bauchtänzerinnen, die sich lächelnd und beschwingt einander zuwendeten, bis erneut die Stimmung jäh unterbrochen wurde: Eine Figur in schwarzer Maske, getanzt von der künstlerischen Leiterin der Gruppe, Katrin Cohrs, betrat die Szenerie.

Während die übrigen Frauen in Gruppen stehen, scheint sie sie mit Flüchen zu belegen. Die übrigen bewaffnen sich mit Stöcken – doch die Musik wurde sanfter, und die Frauen tanzten in die Versöhnung und schwenkten weiße Fahnen. Das ständige Wechselspiel, Musik von verschiedenen Kontinenten und der starke Ausdruck der Frauen, gaben dem abstrakten Begriff „Frieden“ etwas Fassbares.

Mit Friedenstheorien aus Philosophie und Religion beschäftigte sich anschließend Gerhard Heinzerling in einem Vortrag, in dem er den Bogen vom individuellen Seelenfrieden zum Weltfrieden spannte. Unter anderem erwähnte er Techniken, inneren Frieden zu finden. Eine davon testen die Teilnehmer einer anschließenden Meditation mit Volker Hasse.

Mit dem Friedensfest habe der Kunstverein den Blick auf die aktuellen Kriegsereignisse in der Welt lenken wollen. Zugleich habe das Thema im Zusammenhang mit den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki eine besondere Bedeutung, erklärte Christiane Mosler von Kontura. Sie rief zu einer Gedenkminute für die Opfer von Nagasaki auf.

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