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Rost schuld an Explosion von Erdgasauto

Duderstadt Rost schuld an Explosion von Erdgasauto

Rost soll schuld an der Explosion des Erdgastanks eines zehn Jahre alten VW Touran an einer Duderstädter Tankstelle im September gewesen sein, teilt der Göttinger Oberstaatsanwalt Andreas Buick auf Nachfrage mit. Derzeit prüfe die Staatsanwaltschaft, ob ein Versäumnis beim Automobilkonzern vorliege.

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Quelle: aib/Archiv

Duderstadt. Nach Auskunft des Gutachters sei der Gastank durch Korrosion so stark angegriffen gewesen, dass er dem Druck nicht mehr standgehalten habe, so Buick weiter. Beim Betanken sei der Druck in einem der vier im Touran eingebauten Tanks dann so stark gewesen, dass Gas ausgeströmt und in der Folge verpufft sei. „Das Gas hat sich vermutlich am heißen Auspuff entzündet“, verweist der Pressesprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft auf die Erkenntnisse des Gutachters. Bei der Exlosion wurde der Fahrer des Wagens schwer verletzt und der Touran stark beschädigt. Einzelne Trümmerteile waren bei der Explosion mehrere hundert Meter weit geflogen.

„Gas hat sich vermutlich am Auspuff entzündet“

Weil der zehn Jahre alte Touran zu mehr als 30.000 Fahrzeugen gehörte, die der Wolfsburger Automobilhersteller wegen Rostgefahr zurückgerufen hatte, überprüfe die Staatsanwaltschaft nach Angaben von Buick nun, ob vonseiten des Konzerns oder eines Mitarbeiters ein Versäumnis vorliege und eine Stilllegung der Fahrzeuge hätte erfolgen müssen. VW hatte in einer Mitteilung, darauf hingewiesen, dass eine zu geringe Restwandstärke zum Bersten des Tanks führen könne.

Auto explodiert auf Tankstellengelände

Mitten im Tankvorgang ist am Freitagabend ein VW Touran auf dem Gelände einer Tankstelle in Duderstadt explodiert. Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Fahrer bei der Verpuffung verletzt. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Fahrzeug im Benzinbetrieb ungefährlich

„Die Situation ist nicht ganz einfach zu beurteilen, da die zurückgerufenen Fahrzeuge nicht nur mit Gas, sondern auch mit Benzin betrieben werden können“, erklärt Buick, dass das Fahrzeug in der Benzin-Variante durchaus betriebsbereit gewesen sei und so auch keine Gefährdung vorgelegen hätte. Der betroffene Touran sei aber auf jeden Fall eines der Autos gewesen, bei denen auf die Rostgefahr hingewiesen wurde. „Deshalb gehen wir der Sache nach“, sagt der Oberstaatsanwalt zu dem laufenden Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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©Richter