Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Kostenlose Licht-Tests im Oktober

Sehen und gesehen werden Kostenlose Licht-Tests im Oktober

Eigentlich sind Verkehrsteilnehmer verpflichtet, vor jedem Fahrtantritt die Funktion der Beleuchtung zu überprüfen. Doch nicht selten sind Fahrzeuge unterwegs, bei denen Lampen, Blinker oder Bremsleuchten ihren Dienst quittiert haben – eine der größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr.

Voriger Artikel
Das Lorenz-Werthmann-Haus in Duderstadt besteht seit fünf Jahren
Nächster Artikel
Wirtschaftspreis für Eichsfelder Schüler

Test für mehr Sicherheit: Franz Lautenbach (rechts) erläutert Müller, Falkenhagen und Nolte das Prinzip.

Quelle: Richter

Duderstadt. Zum Herbstanfang präsentiert das deutsche Kraftfahrzeug-Gewerbe gemeinsam mit der Verkehrswacht ihre Aktion „Licht-Test 2014“.

„Der kostenlose Test ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr“, sagt Hans-Joachim Raith, Obermeister der Kfz-Innung Hildesheim Süd. Der gleichen Meinung ist auch Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte: „Es ist wichtig, dass das Kfz-Handwerk diese Aktion anbietet. Durch funktionierende Beleuchtung kann mancher Unfall verhindert werden.“

Rund 35 Prozent der im vergangenen Jahr überprüften Fahrzeuge wiesen Mängel auf – hochgerechnet auf Niedersachsen rund 1,5 Millionen Pkw.

Gute Resonanz auf die Licht-Aktion

Franz Lautenbach, einer der beiden Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses, ergänzt: „Ich würde mir wünschen, wenn die Aktion Sichttest heißen würde. Denn häufig stellen wir fest, dass Fahrer mit alten und kaputten Wischerblätter unterwegs sind, die die Sicht eher einschränken als verbessern.“ Allerdings sei die Resonanz auf die jährliche Licht-Aktion immer sehr gut.

Das gefällt auch der Polizei. „Wir werden im Hinblick auf die dunkle Jahreszeit wieder verstärkt auch die Beleuchtung kontrollieren“, erklärt Polizeihauptkommissar Karl-Robert Müller. „Wenn wir den aktuellen Lichttest-Aufkleber auf der Scheibe sehen, wissen wir, dass der Fahrer sich bereits um seine Beleuchtungsanlage gekümmert hat.“

„Die Scheinwerfer dienen mehreren Zwecken“, sagt Polizeihauptkommissar Dierk Falkenhagen. „Einerseits sieht der Fahrer besser, andererseits wird er vor allem am Tag besser gesehen. Das erklären wir beispielsweise auch bei der Schutzengel-Ausbildung.“

Prüfung der gesamten Beleuchtung

Im Rahmen des kostenlosen Lichttests, den die Innungsbetriebe vom 1. bis 31. Oktober anbieten, überprüfen die Mitarbeiter die gesamte Beleuchtung rund ums Fahrzeug. Dabei steht neben der einwandfreien Funktion der einzelnen Leuchten vor allem auch die richtige Einstellung der Frontscheinwerfer im Fokus.

„Durch die richtige Einstellung vermeidet es der Autofahrer, den entgegenkommenden Verkehr zu blenden“, berichtet Lautenbach. „Hier liegt die Ursache leider oft darin, dass die Fahrer die Leuchtweitenregulierung nicht benutzen“, erklärt Raith. Dies sei vor allem dann geboten, wenn das Fahrzeug mit mehreren Personen besetzt sei.

Die überprüften Fahrzeuge erhalten als Nachweis einen Aufkleber auf die Windschutzscheibe, der sich später wieder leicht ablösen lässt. Und der Fahrer hat die Sicherheit, dass seine Kfz-Beleuchtung kein Sicherheitsrisiko darstellt.

Von Rüdiger Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
„Was nicht verboten ist, bleibt frei“
Befreiung von etwas, das nicht verboten ist (l.) und korrekte Beschilderung, ohne das Wörtchen „Frei“.

Das Wort „frei“ – Kirmesbesucher kennen das – befreit von der lästigen Pflicht, sein Bier bezahlen zu müssen. Für Anlieger, Bewohner, Führer landwirtschaftlichen Verkehrs und manchmal auch von Pferdefuhrwerken gilt in der Straßenverkehrsordnung dasselbe: Ein kleines Zusatzschild zum Verbot befreit von diesem. Doch was, wenn gar nichts verboten wird?

mehr
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter