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Krankenhaus St. Martini baut Krebsbehandlung aus

Feste Räume Krankenhaus St. Martini baut Krebsbehandlung aus

Seit einem Jahrzehnt bietet das Krankenhaus St. Martini die ambulante Behandlung von Krebserkrankungen an. Bislang hat die Onkologie- und Transfusionsambulanz immer wieder die Stationen gewechselt, jetzt gibt es einen festen Anlaufpunkt für die Patienten.

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Haben neue Möglichkeiten in neuen Räumen für die onkologische Ambulanz: Chefarzt Peter Passenberg und Maria Wienert.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Nach der Verlegung der Physiotherapie verfügt Chefarzt Dr. Peter Passenberg als ermächtigter Arzt für ambulante Leistungen im Erdgeschoss über fünf Räume für Chemotherapien und Transfusionen. Dort kümmern sich Schwester Maria Wienert und fünf qualifizierte Kolleginnen um derzeit 40 Patienten, von denen jetzt bis zu acht gleichzeitig behandelt werden können.

Das Gros von ihnen leide an Darmkrebs, bestätigt Passenberg, der als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie auch Operationen in diesem Bereich durchführt. In der Ambulanz können aber alle Krebsarten und Tumorerkrankungen behandelt werden. Nur eine Hochdosis-Chemotherapie wie beispielsweise bei akuter Leukämie ist nicht möglich.

Die Therapiemöglichkeiten hätten erheblich zugenommen, immer häufiger gebe es personalisierte Therapien, sagt Passenberg und betont, dass die Mehrzahl der Patienten „nicht in einer palliativen, sondern einer kurativen Situation“ seien. „Es gibt Patienten, die hier seit Jahren auf kurzem Weg zur Chemotherapie kommen“, berichtet Wienert. Das Krankenhaus hat nicht nur feste Räume für die onkologische Ambulanz geschaffen, sondern auch in eine komplette Neuausstattung investiert – von den Patientenliegen  über Infusomaten und Absaugeinrichtungen bis zur Sauerstoffversorgung für Notfälle.

Der Fernseher komme  bei den Patienten ebenso gut an wie der Weihnachtsschmuck in dem auf Wunsch zumeist abgedunkelten Raum, meint Wienert und fügt schweren Herzens hinzu: „Für manchen ist es das letzte Weihnachtfest.“
Auf die Zunahme von Krebserkrankungen in einer alternden Gesellschaft verweist St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Die Stärkung der onkologischen Ambulanz sei nur ein erster Schritt.

„Wir wollen uns der Krebsbehandlung in den nächsten Jahren erheblich mehr widmen und in allen Abteilungen Schwerpunkte setzen“, sagt Kohlstedde. Das Behandlungsverfahren unterscheide sich nicht von dem Göttinger Uniklinikum, das ebenso wie niedergelassene Ärzte auch Patienten für die prä- oder postoperative Chemotherpie nach Duderstadt verweist.

Passenberg spricht in der kostenfreien Vortragsreihe „Abendvisite“ am Mittwoch, 7. Januar, um 19 Uhr im Konferenzraum von St. Martini über das Thema Dickdarmkrebs-Vorsorge.
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©Richter