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Krankenpflegeschülerin beschäftigt Gerichte

Patientinnen und Kollegin bestohlen Krankenpflegeschülerin beschäftigt Gerichte

Das Landgericht Göttingen hat ein Urteil des Duderstädter Amtsgerichts gegen eine Krankenpflegeschülerin auf eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen abgeschwächt, um der jungen Angeklagten einen Eintrag ins Führungszeugnis zu ersparen und ihr nicht den Weg in die Zukunft zu verbauen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Am Amtsgericht war sie zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden, weil sie bei der ambulanten Betreuung Patientinnen und eine Kollegin bestohlen hat. Das Duderstädter Gericht hatte sein Urteil damit begründet, dass die 22-Jährige das Vertrauen von Senioren in einem geschützten Bereich zutiefst erschüttert, die Situation schamlos ausgenutzt habe und für den Pflegeberuf deshalb nicht geeignet sei. Der Vermerk im Führungszeugnis wäre nach drei Jahren gelöscht worden.

Die Krankenpflegeschülerin aus Duderstadt hat im vergangenen Jahr im Zuge ihrer Ausbildung einen ambulanten Pflegedienst begleitet. Ihr erstes Opfer war eine 86-jährige Gieboldehäuserin, die nach einem stationären Krankenhausaufenthalt betreut wurde. Während das im Badezimmer geschah und die Angeklagte das Bett machen sollte, entwendete sie aus der Handtasche der Rentnerin im Wohnzimmer einen zweistelligen Euro-Betrag. Gleich in zwei Fällen bestohlen wurde eine 81-jährige Gieboldehäuserin. In deren Wohnung entwendete die 22-Jährige ebenfalls Geldbeträge in zweistelliger Höhe.

Während ihre Kollegin in Nesselröden eine Patientin aufsuchte und die Schülerin im Auto wartete, nutzte sie auch diese Gelegenheit und entnahm der Geldbörse der Krankenschwester 20 Euro. Nachdem die Machenschaften der Angeklagten aufgeflogen waren, entschuldigte sich die 22-Jährige später bei ihren Opfern und zahlte Geld zurück.

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©Richter