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Krebecker Jugendliche erweitern ihr Freizeitziel

Vom Jugendraum ins Grüne Krebecker Jugendliche erweitern ihr Freizeitziel

Mit viel Eigeninitiative hat die Jugendgruppe Krebeck ihren Treffpunkt erweitert. Unterstützt von bauerfahrenen Einwohnern haben die Mitglieder einen Durchbruch vom Jugendraum in Richtung Gartenstraße geschaffen und das angrenzende Areal in einen Aufenthaltsbereich verwandelt. Nach einer offiziellen Einweihung mit geladenen Gästen ist die Bevölkerung am Sonnabend, 2. Mai, ab 18.30 Uhr zu einer kleinen Feier eingeladen.

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Bei letzten Arbeiten im Außengelände des Jugendraums: Mitglieder der Krebecker Jugendgruppe.

Quelle: Schauenberg

Krebeck. „Wir können jetzt vernünftig grillen und im Sommer schön draußen sitzen“, so die Einschätzung von Jonas Dittrich und Dennis Helmrich, die das Leitungsteam bilden. Ein wichtiger Grund für die Arbeiten war, aus sicherheitstechnischen Gründen einen zweiten Ausgangsbereich zu schaffen, erklärt Bürgermeister Frank Dittrich (parteilos). Außerdem verlagere sich die Geräuschkulisse weg von der Hauptstraße. Das Grundstück habe die Gemeinde von einer Nachbarin erhalten, die es zuvor gepachtet hatte.

Der Impuls für die Baumaßnahmen ist aus dem Gemeinderat gekommen, erläutert Stephan Hörschelmann (Grüne), der hier Ansprechpartner für die Jugend ist. Da die Jugendlichen viel für das Dorf leisteten, habe der Rat etwas für sie tun wollen. „Bedingung war, dass sie es selber gestalten müssen und die Aktivitäten von ihnen kommen“, sagt Hörschelmann. In Treffen mit den Jugendlichen sei auch eine behindertengerechte Lösung für den Zugang gefunden worden.

Die Arbeiten reichten vom Abdichten der Wand über das Schachten von Fundamenten, das Betonieren und das Mauern der Rampe mit Betonsteinen bis zu Pflasterarbeiten. „Wir haben auch Hilfe aus dem Dorf bekommen von Fachleuten, die das gelernt haben“, berichtet Erik Otto, der mit Bruder Sven alles koordinierte. Im Außenbereich dient eine Hainbuchenhecke dem Lärm- und Sichtschutz. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein.

Über 800 Stunden Eigenleistungen haben die Mitglieder der Gruppe in das Projekt investiert, so Hörschelmann. Die Materialkosten beliefen sich auf 11000 Euro, 4000 Euro seien über den Jugendhilfeausschuss des Landkreises beigesteuert worden, der Erntedankkreis habe 1000 Euro gespendet, sodass der Aufwand für die Gemeinde nur 6000 Euro betrage. Der Jugendraum wird auch von Jugendlichen aus anderen Orten frequentiert. „Das ist hier ein richtiger Eichsfeld-Treff“, sagt Otto. Aktivitäten der Gruppe sind das Osterfeuer, die Karnevalsdisco und Public Viewing bei Fußball-Europa- oder Weltmeisterschaften. Überschüsse kommen dem Raum zu Gute. Die Gruppe kümmert sich auch ums St.-Martins-Singen.
In den Jugendraum kommen überwiegend männliche Jugendliche. Meike Dittrich gehört zu den Ausnahmen: „Es macht Spaß, am Wochenende mit den Leuten rumzuhängen oder  ein bisschen was zu unternehmen“, so die 17-Jährige.

Von Axel Artmann

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