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Kreis will Kompensation für gekappte Kronen

Unsachgemäßer Rückschnitt von Apfelbäumen Kreis will Kompensation für gekappte Kronen

Empörte Reaktionen in Rollshausen gibt es nach der eigenmächtigen Aktion eines Landwirtes, der drei Dutzend Obstbäume an Feldwegen teilweise radikal zurückgeschnitten hat.

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Fachlich nicht korrekt und ohne Rücksprache eigenmächtig zurückgeschnitten: Apfelbaum-Kronen in der Feldflur bei Rollshausen.

Quelle: OT

Da der optische Eindruck der wild beschnittenen Bäume in der Feldflur zwischen Rollshausen und Germershausen allerdings schlimmer scheint als der Schaden und sich der Landwirt reumütig und kooperativ zeigt, zeichnet sich eine versöhnliche Lösung ab.

Die Apfelbäume sind Eigentum der Gemeinde, wurden reihenartig in den 90er-Jahren im Zuge der Flurbereinigung an Wegen gepflanzt und hatten langsam Gestalt angenommen. Weil er in den Weg ragende Äste als Verkehrsbehinderung empfand, griff ein Landwirt aus dem Ort jetzt kurzerhand ohne Rücksprache mit Gemeinde oder Naturschutzbehörde zur Säge. Da die Kronen vor allem einseitig zum Weg hin ausgedünnt wurden, erscheinen sie jetzt asymetrisch und teilweise wie halbiert.

Das habe zu großem Unmut unter Einwohnern und Ratsherren geführt, bestätigt Rolls-hausens Bürgermeister Reinhard Kurth-Scharf (CDU). Da sich der Verursacher einsichtig gezeigt hat, will er den Fall nicht zu hoch hängen und einen Kompromiss finden. Das sieht auch der Landkreis als Naturschutzbehörde so, der nach einem Mitarbeiter auch einen Baum-Fachmann zur Begutachtung in die Feldflur geschickt hat. Fazit: Die Bäume wurden fachlich nicht korrekt zurückgeschnitten, sind in ihrer Vitalität aber nicht beeinträchtigt und werden nicht eingehen. Ein vorsätzlicher Baumfrevel sei nicht zu erkennen.Schon vor der Begutachtung der Apfelbäume hatte der Landwirt angeboten, als Geste des guten Willens, fünf Bäume nachzupflanzen. Streng genommen und formalrechtlich könnte der unsachgemäße Rückschnitt als Sachbeschädigung geahndet werden.

Gemeinde und Landkreis strebten aber eine einvernehmliche Lösung mit dem einsichtigen Verursacher und eine Kompensation an, teilt Kreis-Umweltdezernentin Christel Wemheuer auf Anfrage mit. Durch Pflegearbeiten solle wieder weitgehend für einen vernünftigen Kronenaufbau der Apfelbäume in kommenden Jahren gesorgt werden.

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