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Kreislandwirt Kellner referiert in Seeburg über moderne Landwirtschaft

„High-Tech“ auf dem Bauernhof Kreislandwirt Kellner referiert in Seeburg über moderne Landwirtschaft

Die Senioren-Union Duderstadt-Radolfshausen-Gieboldehausen hat sich am Dienstag im Seeburger Graf Isang zu einem Informationsnachmittag getroffen. Kreislandwirt Hubert Kellner referierte über moderne Landwirtschaft im Eichsfeld.

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Kreislandwirt Hubert Kellner spricht über moderne Landwirtschaft im Eichsfeld.

Quelle: Müller

Seeburg. Ackerbau, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln, Mais, Milch und Viezucht: Kein Thema ließ Kellner bei seinem Vortrag vor den mehr als zwei Dutzend Senioren aus.

„Die Veränderungen der letzten 30 oder 40 Jahre sind kaum noch zu begreifen“, äußerte Kelllner und präsentierte in einem kurzweiligen Vortrag „High-Tech“-Verfahren von heute. „Damit kriegen wir wieder die jungen, technisch Interessierten in den Beruf“, sagte der Kreislandwirt. Zugleich zeigte er die Schwierigkeiten des Berufs auf, etwa die oft fehlende Wertschätzung: „Es tut uns weh, wenn wir immer nur als Randgruppe wahrgenommen werden.“

„Die meisten Kunden essen hier nur die Edelstücke.“ Alles andere, so Kellner, werde exportiert. Doch dieses System widerstrebe der „kauft regional“-Logik. Der Transport einer Weinflasche sei von Hildesheim nach Desingerode teurer, als von Hamburg nach Übersee. Höfe würden immer größer, Arbeitsläufe immer technisierter: 40000 Schweine schlachte etwa ein Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück – pro Tag.

Die Technik verändere auch die Arbeit: „Mein Großvater hatte noch 17 Beschäftigte. Heute sind alleine mein Neffe und ich beiden die Großmalocher.“ Kühe, die sich von Melkrobotern melken lassen, 24 Stunden am Tag, wann sie wollen. Moderne Fahrzeuge schalteten, satellitengestützt, Düsen zu oder aus, je nachdem was die Pflanzen bräuchten.

„Wir reden heute in Dimensionen“, so Kellner, „die sich früher niemand ausgemalt hat:“ 650 Milchkühe auf einem Hof, damit sich Landwirtschaft noch lohne.

Von Gunnar Müller

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