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Kriegsgräber würdig herrichten

Geschichtswerkstatt moniert schlechten Zustand der Grabstellen Kriegsgräber würdig herrichten

Für eine Verbesserung der Situation der Kriegsgräber auf dem St. Paulus. Friedhof in Duderstadt setzt sich die Geschichtswerkstatt Duderstadt ein. Das sei dringend notwendig, erläutert deren Sprecher Götz Hütt, denn ein Teil der Kriegsgräber befinde sich in einem beklagenswerten Zustand.

Viele Grabinschriften seien nicht mehr lesbar, ein Sammelgrab sei als solches nicht erkennbar, sondern stelle sich lediglich als Rasenfläche dar, führt Hütt aus. Darüber hinaus seien 70 Kriegsgräber eingeebnet und überhaupt nicht mehr vorhanden.

„Zu den Kriegsgräbern zählen nämlich nicht nur die Gräber der Soldaten, sondern auch diejenigen von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. Sie müssen auf Dauer erhalten bleiben und für künftige Generationen die Erinnerung daran wach halten, welche schrecklichen Folgen Krieg und Gewaltherrschaft haben“, erklärt der Sprecher.

Was die von der Geschichtswerkstatt gewünschten Verbesserungen der Situation der Kriegsgräber angeht, so wird folgendes vorgeschlagen: Die Angaben auf den deutschen und ungarischen Soldatengräbern sollten wieder gut lesbar gemacht werden. Das gelte auch für die Grabsteine ehemaliger Zwangsarbeiter, wobei die Angaben zur Person ergänzt werden sollten.

Weiterhin solle auf dem Sammelgrab ein Gedenkstein errichtet werden, der an die dort bestatteten Toten erinnern solle. Schließlich schlägt die Duderstädter Geschichtswerkstatt vor, für jedes heute fehlende Kriegsgrab eine Stele mit den erforderlichen persönlichen Daten auf dem Sammelgrab aufzustellen. Hütt: „So könnte eine eindrucksvolle Gedenkstätte entstehen“.

sr

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©Richter