Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Angst vor Entdeckung

Einbruchschutz Angst vor Entdeckung

Alle drei Minuten wird hierzulande eingebrochen. Wie Hausbesitzer ihre Immobilie vor unerwünschten Gästen sichern können, haben Interessierte in Duderstadt erfahren: Kriminalhauptkommissar Norbert Esemann informierte über Einbruchschutz.

Voriger Artikel
21-Jährige bei Unfall verletzt
Nächster Artikel
Weihnachtsmann kommt mit dem Bus
Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „Es gibt eine Menge Möglichkeiten, das Hab und Gut zu sichern“, sagte Esemann, der zum Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen gehört. Er erinnerte vor rund 40 Besuchern im Lorenz-Werthmann-Haus zunächst daran, dass der „seelische Leidensdruck“ eines Einbruchs viel nachhaltiger sei als der materielle Diebstahlschaden. 40 Prozent der Täter kämen am hellichten Tag. 80 Prozent seien „lautlos arbeitende Hebeltäter“, berichtete Esemann und ergänzte: „Es braucht kaum mehr als einen Schraubendreher“. Dieser habe an der Spitze eine Hebelkraft bis zu 800 Kilogramm.

Einbrecher hätten „panische Angst vor Entdeckung“ und würden sich maximal fünf Minuten geben, um in eine Immobilie einzudringen. „Hier setzt Prävention ein, wir machen dem Täter das Zeitkonzept kaputt“, erläuterte der Gast. Wichtig sei, „dass Fenster und Türen genügend einbruchhemmende Wirkung haben“. Maßgeblich sei die Widerstandsklasse zwei. Dies bedeute: Einem Täter, der mit „normalem Hebelwerkzeug“ komme, „wird es verhagelt, innerhalb von drei bis fünf Minuten ins Haus zu kommen“.

Wer nicht als Häuslebauer von vornherein einbruchhemmende Fenster und Türen eingebaut habe, könne mechanisch nachrüsten. „Das A und O des Einbruchschutzes heißt Pilzkopfzapfenverriegelung“, betonte Esemann, der verschiedene sicherungstechnische Einrichtungen erläuterte und zeigte. Vorbeugend wichtig sei es, dass eine Immobilie einen belebten Eindruck mache. Licht, dass von innen nach außen schimmere, sei für den Täter immer mit dem Risiko verbunden, „es könnte jemand zu Hause sein“, so der Kriminalhauptkommissar, der auch auf die Möglichkeiten staatlicher Förderung von Einbruchschutz verwies. art

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter