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Krippenausstellung in Mingerode

Maria im Dirndl und Josef in der Lederhose Krippenausstellung in Mingerode

Multikulti mitten in Mingerode: In einer Krippenausstellung präsentiert das Ehepaar Hiltrud und Alois Deppe fantasievoll gestaltete Krippen, die aus verschiedenen Teilen der Welt stammen.

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Hiltrud (l.) und Alois Deppe im Gespräch mit Ausstellungsbesucherin Catharina Hinz (2. v. l.).

Quelle: Richter

Mingerode. „Mit zehn Jahren hat mir eine Tante aus der DDR die ersten Figuren mitgebracht“, sagt Hiltrud Deppe rückblickend. Ihre Leidenschaft für Krippen und die nächtliche Szenerie im Stall war damit geweckt. „Für einen gläubigen Christen ist Weihnachten das Größte“, beschreibt sie einen wichtigen Aspekt, warum das Thema sie auch 65 Jahre später begeistert.

 
Rund 60 Krippen umfasst die Sammlung. Sie setzt sich zusammen aus Geschenken und teils gekauften, teils selber gestalteten oder zumindest eigenhändig dekorierten Exponaten.

 
Neben eher klassischen Varianten gehört zu den eher außergewöhnlichen Präsenten eine russische Krippe in Form einer Babuschka-Puppe, deren einzelne Teile in Bildern die Lebensgeschichte Jesu von der Geburt bis zur Auferstehung erzählen.

Foto: Richter

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Wie leicht verschiedene Nationen vor dem Hintergrund von Weihnachten zusammenrücken können, wird an anderer Stelle deutlich: Ein in Israel aus Olivenholz gefertigtes Kamel blickt auf farbenfrohe Figuren aus Mexiko, davor steht eine in einem Kürbis gestaltete peruanische Krippe, die aufklappbar ist.

 
Überraschend auch der Anblick einer bayrischen Krippe: Maria trägt ein Dirndl und Josef eine Lederhose. Bei einer anderen Darstellung sieht der Betrachter kleine Krippenfiguren, die es vor 50 Jahren beim Kauf von Margarine gab.
Unterstützt wird die Mingeröderin von ihrem Mann Alois, der gelernter Maler und Stuckateur ist. Fehlt ein Stall oder ein anderes Accessoire, schreinert er es. Wert legt er darauf, die Umgebung dem Stil der Figuren anzupassen. „Holz ist für mich ein Werkstück, mit dem ich mich den ganzen Tag beschäftigen kann“, meint der gebürtige Breitenberger. Neben Krippengehäusen zeigen dies auch Schwippbögen, Sterne oder ein rein aus Rinde gestalteter Weihnachtsbaum.
Teamarbeit kam bei anderen Arbeiten zur Geltung. Für Holzfiguren, die der 76-Jährige geschnitzt hat, strickte seine Frau eine bunte Bekleidung aus Wolle. Eine weiteres Hobby der kreativen Eichsfelderin ist das Anfertigen von Porzellanpuppen, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind.

 
Besucht werden kann die Ausstellung bei Familie Deppe in Mingerode, Hildesheimer Straße 33, jeweils an den Adventssonnabenden und -sonntagen von 14 bis 18 Uhr. art

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©Richter