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Kindertagespflege im Tabalugahaus

Krippenplatz-Engpass Kindertagespflege im Tabalugahaus

Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder ist im Raum Duderstadt größer als das Angebot. Vorerst hat sich die Situation aber entspannt. Die am Stadtberg angesiedelte Großtagespflegestelle Pfiffikus hat ein zweites Standbein im Tabalugahaus eröffnet.

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Im Tabaluga-Haus bietet Pfiffikus jetzt eine Kindertagespflege an. Foto: Erzieherin Silke Glowatz-Bleckert mit einem Kind in den neuen Räumen.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Pfiffikus & Co“ steht auf dem neuen Schild mit dem Drachen Tabaluga an der Fassade des Gebäudekomplexes an der Oberkirche. Seit Start des neuen Kindergartenjahres werden dort täglich bis zu zehn Kinder im Alter von einem bis zu drei Jahren gleichzeitig betreut. In einem nur wenig genutzten Aufenthaltsraum mussten lediglich eine Tür und ein Treppengitter eingebaut werden, ausgestattet wurde der Spiel- und Bewegungsraum samt separatem Schlafraum vom Pfiffikus-Team. Das wurde um Nicoletta Förster und Karina Klie erweitert, die zuvor als Erzieherinnen in St. Georg und dem Inge-Sielmann-Kindergarten gearbeitet haben. Die neuen Mieter haben einen separaten Zugang, Überschneidungen mit dem Betrieb des Tabaluga-Hauses gebe es allenfalls im Außenbereich, sagt Geschäftsführer Carsten Ley. Die Satzung der Einrichtung für traumatisierte und sozial benachteiligte Kinder lasse das neue Angebot mit erfahrenen Erzieherinnen zu. Über die nach einer Anfrage der Stadt Duderstadt kurzfristig und unbürokratisch umgesetzte Lösung freuen sich alle Beteiligten. „Der Betreuungsengpass wurde aufgehoben, ohne neu bauen zu müssen“ sagt Ley.

Mit den 20 Pfiffikus-Plätzen gebe es in Duderstadt jetzt neben den institutionellen Einrichtungen rund 50 Plätze im Krippenbereich, sagt Angelika Mauterodt-Schnell, die beim Landkreis Göttingen die Kindertagesbetreuung koordiniert. Es sei nicht einfach, geeignete Räume zu finden, mit dem Tabaluga-Haus habe man aber „eine Perle gefunden“. Zeitnah und bedarfsorientiert hätten im Herzen der Stadt vom Rat gewünschte Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden können, sagt Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) freut sich, dass „erstmals seit Jahrzehnten wieder Kinderbetreuung innerhalb der Stadtmauer erfolgt“. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren 75 Krippenplätze geschafften, rund 40 Kinder in altersgemischten Gruppen untergebracht, sagt Nolte. Dennoch habe in diesem Jahr die Nachfrage das Angebot überstiegen.

„Die Pfiffikus-Warteliste hat sich geleert“, sagt Erzieherin Silke-Glowatz Durch die Betreung im Tabaluga-Haus gibt es jetzt erst einmal mehr Luft und Spielraum vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz. Reichen wird das nicht. Weitere Anstrengungen sind nötig, um dem Bedarf gerecht zu werden. „Für das kommende Kalenderjahr stehen noch 39 Kinder auf der Warteliste“, bestätigt Fachbereichsleiterin Bettina Steinmetz: „Dafür suchen wir noch nach Lösungen.“

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