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Krippenspiel erzählt Weihnachtsgeschichte

Aus Sicht der Krippenfiguren Krippenspiel erzählt Weihnachtsgeschichte

Das diesjährige Krippenspiel in Mingerode hat an Heiligabend die Weihnachtsgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt: aus der Sicht der Krippenfiguren.

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Quelle: Thiele

Mingerode. Nach elf Monaten dürfen Josef und Maria, Hirte samt Schaf, Könige und Engel endlich wieder aus ihrer Kiste. Vor Weihnachten werden sie aus ihrer papiernen Schutzhülle geschält und sehen nun wieder Licht. Und dann das: Nicht nur, dass die ein oder andere Figur mittlerweile Farbe gelassen hat, hier und da ein Stück abgebröckelt ist und einem Engel die Flügel fehlen. Auch das Jesuskind ist weg.

Foto: Thiele

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Mit den kleinen Schönheitsfehlern könnten die Krippenfiguren, die im Krippenspiel Kinder aus dem Ort darstellten, noch gut leben. „Wir haben gelernt, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt“, sagt ein kleiner Schauspieler. Aber:  Ein Engel ohne Flügel? Oh je. „Auch ohne Flügel kannst du die frohe Botschaft bringen“, ermuntern die anderen. Jemand anderes könne schließlich nicht Bescheid sagen, denn allein der Engel habe die wundervolle Stimme.

Kritisch kommt einer der drei Heiligen Könige daher: „Die meisten Menschen stellen euch doch nur auf, weil es zu Weihnachten gehört wie die Kekse auf dem Teller“, sagt der Pessimist. Auch er lässt sich schließlich davon überzeugen, dass die negative Einstellung nichts bringt, sondern die Botschaft in die Welt gebracht werden müsse.

 

Bleibt schließlich das größte der Probleme: „Weihnachten ohne Jesuskind? Das gibt‘s doch nicht“, entfährt es einem König. Vielleicht habe es die Familie vergessen auszupacken? Oder es ist in der Playmobilkiste gelandet? „Wie soll ich die Geburt des Retters verkünden, wenn kein Retter da ist“, fragt der flügellose Engel. „Ich werde ganz bestimmt kein leere Krippe anbeten“, sagt ein König.

 

Wie sollte es an Heiligabend anders sein: Die Geschichte nimmt ein gutes Ende und kann nun im Ganzen erzählt werden. Nicht nur die Kinder tun dies, sondern auch Kaplan Martin Tigges, der später das Evangelium liest. Gemeinsam mit den Kindern gibt er zuvor das Friedenslicht weiter, das die Pfadfinder vor der Messe gebracht hatten.

 

Dann wird es ganz still in der Kirche. Das Licht wird gelöscht, in den Bänken flackert das Licht aus Bethlehem. Bevor die Gemeinde die Kirche verlässt, spricht die Gemeinde das Vaterunser und es erklingt „Stille Nacht, heilige Nacht“. Dann ist Weihnachten.

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©Richter