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Kritik an Anliegerdurchfahrt

In mehreren Punkten unterschiedlicher Meinung Kritik an Anliegerdurchfahrt

Mit scharfen Worten haben Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Ortsumgehung Ja“ den Beschluss des Tiftlingeröder Ortsrates zur Fortführung der Anliegerdurchfahrtregelung kritisiert. Aus Tiftlingerode kam dazu eine nach eigenen Worten letzte Antwort, die Teile des BI-Schreibens als unwahr bezeichnet.

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Außer Anliegern darf nur der Linienverkehr die Ortsdurchfahrt in Tiftlingerode nutzen.            

Quelle: Thiele

Tiftlingerode. „Vom Ortsrat Tiftlingerode war nichts anderes zu erwarten“, heißt es im BI-Schreiben, gekennzeichnet mit den Namen des Leitungsteams Engelbert Gatzemeier, Hans-Eberhard Werner und Benno Wüstefeld. Mit dem Beschluss versuche eine Minderheit die Lebensqualität einer Mehrheit zu verringern, indem der Verkehr und die damit verbundene Lärm- und Stickoxidbelastung den Anliegern von Gerblingerode und in Duderstadt den Bewohnern an den Wolfsgärten, der Industriestraße, der Max-Näder- und der Berliner Straße sowie den Westerödern zugemutet würden.

Mit Einsprüchen durch den Tiftlingeröder Ortsbürgermeister Gerd Goebel sei das Projekt Ortsumfahrung um Jahre zurückkatapultiert und die Kosten durch den Kompromiss Tunnellösung hochgetrieben worden, schreiben die BI-Vertreter weiter. Andererseits plädiere der Ortsrat Tiftlingerode jetzt für eine schnelle Umsetzung dieser Maßnahme. „Diesen Widerspruch empfinden wir als Hohn, denn jeder weiß, dass die Ortsumgehung frühestens in 15 Jahren fertig gestellt werden kann“, so die Schreiber weiter. „Wenn der Ortsrat Tiftlingerode der Meinung ist, dass eine Sperrung der Ortsdurchfahrt rechtlich haltbar sei, dann wünschen wir uns als betroffene Bürger der anderen Ortschaften einen ähnlichen Beschluss.“

„Die Stellungnahme der BI ist in Teilen unwahr“, entgegnet für den Ortsrat der stellvertretende Tiftlingeröder Bürgermeister Klaus Deppener (CDU). Die persönlichen Angriffe gegen Ortsbürgermeister Goebel entbehrten jeder Grundlage: „Dazu ist festzustellen, dass er von 1991 bis 1996 gar nicht dem Ortsrat angehörte und somit auch kein Ortbürgermeister war.“ In dieser Zeit seien die Beschlüsse zur Ortsumgehung Gerblingerode mit der Tunnellösung gefasst worden. Der Ortsrat von Tiftlingerode habe nachweislich der Beschlüsse seit 1991 immer für die Umgehungsstraße plädiert. Der Bau der Umgehung auf der alten Bahntrasse, was ökonomisch wie ökologisch sinnvoll gewesen wäre, sei hingegen von der Gerblingeröder Bürgerinitiative vereitelt worden.

Was dem Tiftlingeröder Ortsrat bis heute nicht passe, sei der Bau des geplanten Pferdebergtunnels, erklärt Deppener. Dies sei aber bereits beschlossen und wohl nicht zu widerrufen. „Uns ist nicht bekannt, dass es Klagen aus Tiftlingerode geben wird“, so Deppener weiter. Einige Gerblingeröder hätten jedoch angekündigt, vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. Und die Verhandlung dieser Klagen werde sich über Jahre hinziehen.

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