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Kritik an Vorschlägen für Duderstädter Fußgängerzone

Grober Vertrauensbruch Kritik an Vorschlägen für Duderstädter Fußgängerzone

Ortsrat, Bauausschuss und Stadtrat befassen sich im Mai mit dem Gesamtkonzept für die Duderstädter Innenstadt und dem Satzungsentwurf für die Fußgängerzone. Die ins Internet eingestellten Vorlagen lassen schon jetzt die Wellen hochschlagen und rufen Kritiker auf den Plan.

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Vorschläge der Stadtverwaltung liegen auf dem Tisch: Die Debatte über Autos und Busse in der Duderstädter Fußgängerzone geht weiter.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Matthias Schenke (SPD) spricht von einem Sammelsurium gestriger Vorstellungen und leerer Worthülsen, Wilfried Dierkes von der Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ von einem groben Vertrauensbruch.

„In den Beschlussvorschlägen finden sich die in Arbeitskreisen und Lenkungsausschuss abgesprochenen Inhalte nur in Teilen wieder“, moniert Dierkes: „In einigen Teilen sind diese völlig neu und aus Sicht der Bürgerinitiative keineswegs konsensfähig.“

Es sei niemals über eine Freigabe der Spiegelbrücke mit Kurzzeitparkplätzen, die Einrichtung von Parkplätzen für Touristenbusse in der oberen Marktstraße oder gar eine Aufhebung der bestehenden Schrittgeschwindigkeit gesprochen worden. Quer durch alle Fraktionen sei man sich einig gewesen über versenkbare Poller und Verkehrsregelungen, nur die Regelung des gewerblichen Lieferverkehrs sei offen geblieben.

In die gleiche Kerbe schlägt Schenke. Linienbusse durch die Fußgängerzone, Tempo 20, Öffnung der Spiegelbrücke und Parkplätze vor der evangelischen Kirche seien mit keinem Wort von den Fraktionen in den Arbeitsgruppen diskutiert worden. Schenke wirft Nolte Taktiererei und unabgestimmte Vorschläge vor – und vermisst Zusagen darüber, wie und mit welcher Intensität die Einhaltung der Regeln überwacht werde.

Nolte weist die Vorwürfe zurück. Es gehe nur um Optionen, zu denen es jeweils auch Alternativvorschläge gebe. Es seien Positionen gebündelt, aber nicht festgeschrieben worden. Weder Poller noch Lieferverkehr-Einschränkungen seien vom Tisch, für ihn stehe es außer Frage, dass es in der Fußgängerzone bei Schritttempo bleiben solle.

In die Vorschläge seien aktuelle Entwicklungen eingeflossen, eine vorübergehende Einbahnstraßenregelung von der Spiegelbrücke bis zur Bahnhofstraße nur bis zur Fertigstellung des Stern-Parkplatzes ins Spiel gekommen. An den Grundfesten werde nicht gerüttelt, Ziel bleibe eine attraktive, lebendige Innenstadt.

„Es geht um offene Fragen, die jetzt einer Antwort zugeführt werden sollen“, sagt Nolte: „Die Entscheidungen fallen in den städtischen Gremien und auch im Dialog mit der Bürgerinitiative.“ Mit der will Nolte am Montag ein weiteres Gespräch führen.

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©Richter