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Künstlerkollegen vollenden Werk des Etzenborners Heiko Krutisch

Gemälde als Erinnerung Künstlerkollegen vollenden Werk des Etzenborners Heiko Krutisch

Dem Werden und Vergehen, dem Hier und Jetzt und der Ewigkeit hat der Künstler Heiko Krutisch in einem Gemälde Ausdruck verliehen, das jetzt im Eingangsbereich des Krankenhauses zu sehen ist. Angehörige haben das Werk dem St. Martini gespendet.

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Komplex und zugleich rätselhaft – so beschreibt Liv Teichmann das Gemälde ihres Weggefährten Heiko Krutisch.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Der Durchgang zum Westerturm, der Heilige Martin, Landschaften und Regenbogen – vieles erscheint beim Betrachten der drei 100 mal 160 Zentimeter messenden Leinwände, aus denen sich das Gemälde zusammensetzt, auf den ersten Blick vertraut. Verweilt der Betrachter eine Weile, treten weitere Ebenen zutage: die Jahreszeiten sind symbolisiert, Schöpfung und Tod, Kunst und Musik. „Wir sehen ein komplexes Bild, das in seiner Gegenständlichkeit ganz klar und durch die Komposition der Bildelemente geheimnisvoll und rätselhaft wirkt“, erklärt Liv Teichmann, langjährige Weggefährtin des Künstlers.

Vor seinem Tod sei Krutisch, den sie als gefühlvollen, in vielen Bereichen kreativen Menschen beschreibt, häufig Patient in St. Martini gewesen. Seiner besonderen Verbindung zum Krankenhaus sei es zu verdanken, dass das Bild in Erinnerung an den Menschen und den Künstler ausgestellt werde.

Der vierfache Vater, frühere Sonderschullehrer, Rezitator, Vorleser, Mitglied des Trios Dreizack und langjährige ehrenamtliche Leiter des Gemischten Chors in Etzenborn sei mehr gewesen als nur ein Patient. Das hob Kardiologe Dr. Michael Bömeke hervor, der Krutisch behandelt hatte und von dem die Idee zu dem Bild und dem Platz, an dem es hängen sollte, stammte. „Wie auch sonst im Umgang mit anderen Menschen nahm er auch hier sofort einen Kontakt auf, der über das Übliche und den eigentlichen Anlass weit hinaus ging“, erläuterte Teichmann.

Anfang Dezember 2014 musste er die Arbeit an dem Bild einstellen, im Februar sei er bereits überwiegend im Krankenhaus gewesen, berichtete Teichmann. „Seine letzten zwei Lebenswochen lag er auf der Palliativstation der Universitätsklinik Göttingen. Krutisch starb mit 65 Jahren.

Das Gemälde, das nun im Krankenhaus zu sehen ist, brachten seine Künstlerkollegen Thomas Löffelholz und Yvonne Kachel zum Abschluss. „Sie hatten manche Lücke zu schließen und manches Detail zu ergänzen“, sagte Teichmann.
Witwe Martina Nave und die Künstler lobten den zentralen Platz für das Bild  im Wartebereich im Erdgeschoss. Oberin Schwester Cárola Brun sowie Geschäftsführer Markus Kohl­stedde betonten, das Bild werde mit seiner Farbigkeit und Vielschichtigkeit die Besucher und Patienten des Krankenhauses erfreuen.

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