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Kulturpforte präsentiert neue Karte

Duderstadt Kulturpforte präsentiert neue Karte

Mit einem neuen Flyer will die Kulturpforte Duderstadt auf Kultur-, Sport- und Freizeit-Angebote in der Region verweisen. Unverkaufte Karten von diversen Einrichtungen können kostenlos an Geringverdiener abgegeben werden. Damit soll eine einkommensunabhängige Teilhabe an Kultur ermöglicht werden.

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Lydia Ballhausen und Franz-Josef Dette präsentieren die neuen Flyer für die Kulturpforte.

Quelle: ny

Duderstadt. Mit einem neuen Flyer will die Kulturpforte Duderstadt auf Kultur-, Sport- und Freizeit-Angebote in der Region verweisen. Unverkaufte Karten von diversen Einrichtungen können kostenlos an Geringverdiener abgegeben werden. Damit soll eine einkommensunabhängige Teilhabe an Kultur ermöglicht werden.

„Der neue Flyer ist übersichtlicher und stabiler als das bisherige Faltblatt“, loben die Initiatoren der Kulturpforte Duderstadt, Lydia Ballhausen vom Service-Büro des Lorenz-Werthmann-Hauses und Franz-Josef Dette, Ehrenamtlicher bei der Caritas, das neue Layout. Das Logo auf der Karte in Din-A5-Format springt ins Auge. Der untere Teil ist im Postkartenformat abzuschneiden, mit der eigenen Adresse zu versehen, und in Kästchen können Interessenten ankreuzen, welche Art von Veranstaltung für sie in Frage käme. Das Angebot ist breitgefächert: Theater, Lesungen, Kabarett, Konzerte, Museen, Tanz oder Sport sind nur einige der Sparten, und auch Mehrfachnennungen sind möglich. Projektpartner wie die LNS-GmbH, die Theater- und Konzertvereinigung, der TV Jahn, aber auch Göttinger Einrichtungen wie das Deutsche Theater und die Händel Festspiele geben nicht verkaufte Eintrittskarten an die Kulturpforte ab. Wer beispielsweise Interesse hat an einer Theateraufführung oder an einem Basketballspiel, aber selbst ein zu geringes Einkommen hat, um sich Eintrittskarten zu kaufen, wird von den Mitarbeitern der Kulturpforte über die verfügbaren Tickets zu einer Veranstaltung informiert, wenn zuvor die orange Karte der Kulturpforte ausgefüllt wurde. Um einen Anspruch auf eine kostenlose Veranstaltung zu haben, muss lediglich die Sozialcard oder ein Einkommensnachweis vorgelegt werden.

Als Ableger der Kulturpforte Göttingen läuft das Duderstädter Pendant auf Initiative von Sigrid Jacobi als Vorsitzende seit etwa eineinhalb Jahren. „In dieser Zeit haben wir rund 200 Tickets vermittelt“, sagt Ballhausen. Und auch die Fahrten zu den Veranstaltungen würden von den Ehrenamtlichen der Caritas kostenlos organisiert werden, ergänzt Dette.

Dabei sollten sich nicht nur Senioren mit geringer Rente angesprochen fühlen, sondern auch Alleinerziehende, Geflüchtete oder Familien, bei denen das Einkommen zu knapp ist, um an Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten teilzunehmen. Familienkarten werden unter anderem vom Bärenpark Worbis oder vom Duderstädter Freibad abgegeben. „Es sind immer mehr Menschen in Deutschland von Armut betroffen. Niemand sollte eine Hemmschwelle haben, die Karte auszufüllen und an den Angeboten teilzunehmen“, macht Ballhausen denen Mut, die vom Schicksal benachteiligt wurden. Bei einigen verbessere sich mit der Zeit die wirtschaftliche Lage, sodass auch die Einrichtungen darauf hoffen könnten, mit der Beteiligung an der Kulturpforte langfristig neue Kunden zu gewinnen.

Unterstützer sind der Landschaftsverband Südniedersachsen, die Sparkasse Duderstadt, die Arbeiterwohlfahrt und der Caritasverband Südniedersachsen.

Die Karten gibt es kostenfrei im Lorenz-Werthmann-Haus, Scharrenstraße 9/11, beim Sozialamt und bei weiteren Institutionen. ny

Zitat:

„Der neue Flyer ist übersichtlicher und stabiler als das bisherige Faltblatt.“ Lydia Ballhausen, Initiatorin Kulturpforte Duderstadt.

Von Claudia Nachtwey

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