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Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zeichnet auf Gut Herbigshagen Schüler aus

Bundes-Umweltwettbewerb: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zeichnet auf Gut Herbigshagen Schüler aus

Sie haben geforscht, getüftelt und greifbare Lösungen für Umweltprobleme ersonnen: Schüler aus ganz Deutschland sind am Sonnabend auf Gut Herbigshagen von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) für ihre Leistungen beim  25. Bundes-Umwelt-Wettbewerb (BUW) ausgezeichnet worden. Bereits zum vierten Mal war die Heinz-Sielmann-Stiftung Gastgeber der Preisverleihung, die die Big Band des Eichsfeldgmnasiums musikalisch begleitete.

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Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zeichnet auf Gut Herbigshagen Schüler aus.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Wenn ich wüsste, dass alle meine Leser mal werden wie ihr, wäre ich glücklich“, wandte sich  der „GEOlino“-Chefredakteur, Buchautor, Musiker  und ehemalige Pfadfinder Martin Verg in seiner Festrede an die Finalisten. Mit dem größten deutschsprachigen Wissensmagazin für Kinder verfolgt er die gleiche Stoßrichtung wie der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Wettbewerb: „Neugier auf die Welt wecken und begreifbar machen, dass wir alle Verantwortung für sie tragen.“ Das erfolgreichste „GEOlino“-Sonderheft hieß „Wie wir die Welt retten“, die Oktoberausgabe wird das Naturschutz-Großprojekt Grünes Band thematisieren.

190 Arbeiten wurden in diesem Jahr für den BUW eingereicht, der Löwenanteil  von Gymnasien, bei denen die Kultusministerin nicht gerade hoch im Kurs steht. Doch auf Gut Herbigshagen ging es ja nicht um Schulpolitik, sondern um Umweltbildung. Der fühlt sich Heiligenstadt „schon deshalb verbunden, weil ich ein Kind vom Lande bin“. Der BUW beeindrucke durch Vielfalt, Originalität und Sachkenntnis der Beiträge, sagte die Ministerin und hob die Bedeutung nachhaltigen Handelns hervor. „Was ihr beackert, ist ein globaler Auftrag“, sagte der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende und Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) zu den Schülern – „auch vor dem Hintergrund der aktuellen Fluchtbewegungen“.

In den vergangenen 25 Jahren seien von 9000 Wettbewerbsteilnehmern – Einzelkämpfern, Teams und Gruppen – 2500 Projektarbeiten eingereicht worden, berichtete der Biologe und BUW-Geschäftsführer Marc Eckhardt. In den 90er-Jahren habe der Schwerpunkt noch auf Umwelt- und Artenschutzthemen gelegen, heute gehe es um intelligente Kühlschränke, Dämmtapeten und Mikrokunststoffe. Eine Besonderheit der „Beiträge für eine bessere Zukunft für uns alle“ sei der Handlungsaspekt: „Theorie wird direkt in die Praxis umgesetzt.“

Bei der Preisverleihung wurden neben zehn Sonderpreisen zwei Hauptpreise in der Altersgruppe der 10- bis 16-Jährigen vergeben. Den BUW I für diese Altersgruppe gibt es erst seit zehn Jahren. Im BUW II für die 17- bis 20-Jährigen erfüllte in diesem Jahr keine Arbeit die Kriterien für einen Hauptpreis.

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Kühlschrank-App und Dämmtapete
Selbst Öko-Fundis verzichten nicht aufs Tablet, in deutschen Schubladen liegen 83 Millionen alte Handys. Allein in den ausgedienten Smartphones verbirgt sich ein Schatz von 700 Tonnen Kupfer, 17 Tonnen Silber und 1,7 Tonnen Gold. Ein halbes Gramm Gold aus einem PC extrahiert haben die Gymnasiasten Tino Beste, Tom Bösing und Arian Bäumer aus Münster. Sie haben sich mit Methoden zum Recycling von Altelektronik befasst und dafür einen der beiden Hauptpreise beim Bundes-Umwelt-Wettbewerb I (BUW) gewonnen. Einen Hauptpreis gab es auch für das umweltpädagogische Projekt von Annelie Dörheit, Melissa Kannewurf und Lia Söder: Die Gymnasiastinnen aus Halle haben ein Brettspiel konzipiert, das sich um den nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser dreht. Die Themenpalette der Sonderpreise reichte von der Entwicklung einer Dämmtapete über eine Kombination von Fahrrad und Tretboot bis zum Herausfiltern von Mikrokunststoffpartikeln aus Wasser und einer Kühlschrank-App, die Mindesthaltbarkeitsdaten erfasst und die Lebensmittelverschwendung eindämmen soll. Anmeldungen für die nächste BUW-Runde sind bis 15. März 2016 unter bundesumweltwettbewerb.de möglich. ku
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