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Kultusministerin verteilt Warnwesten

Doris Glahn Kultusministerin verteilt Warnwesten

Dass eine Kultusministerin Warnwesten an Vorschulkinder verteilt, kommt nicht alle Tage vor. Der evangelische Kindergarten in der Kolpingstraße hat am Freitag Besuch von Ministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) bekommen.

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Eingekreist von Kindern mit Leuchtwesten: Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, die in Gillersheim wohnt.

Quelle: Richter

Duderstadt. Heiligenstadt ist einer Einladung der Duderstädter SPD-Politikerin Doris Glahn gefolgt, die bereits seit 2012 auf private Initative durch Spenden finanzierte Leuchtwesten an Kindergartenkinder verteilt. „Beim nächsten Kindergarten wird die Marke von 1000 Westen geknackt“, sagte Glahn.

Auch Heiligenstadt und Dagmar Klie vom Kirchenvorstand St. Servatius, die den Träger der Einrichtung vertrat, liegt das Thema am Herzen. „Meistens gibt es ja Westen für Große, diese sind extra für Kinder“, sagte die Ministerin, die auch Schirmherrin der Westenaktion des ADAC für Schulkinder ist, zu den jungen Empfängern: „Die Eltern sollten darauf achten, dass die Warnwesten auch getragen werden.“

„Sichtbarkeit ist gerade in der dunklen Jahreszeit ganz wichtig“, meinte Kindergarten-Leiterin Heike Seerig-Stahl. Viele Eltern bringen ihre Kinder zu Fuß in den Kindergarten, manche Kinder kommen auch schon mit dem Fahrrad. Zurzeit besuchen 90 Kinder – darunter 15 Krippenkinder – den Kindergarten, der im kommenden Jahr 50-jähriges Bestehen feiert. Die Krippenkinder brauchen noch keine Sicherheitswesten, alle anderen schon.

Die Weiterverteilung der Warnwesten an ihre jüngeren Spielkameraden in der Bären-, Igel- und Drachengruppe übernahmen die Vorschulkinder selbst und erklärten ihnen den Umgang damit – auch aus pädagogischen Gründen. Im März kommt dann wieder der Polizeibeamte Karl-Robert Müller zur Verkehrserziehung vor dem Schulbesuch.

Begleitet wurde die Übergabe der reflektierenden Westen mit dem Aktionsaufdruck „Lass-dich-sehen.de“ im Bewegungsraum von einer Inszenierung der Vorschulkinder. Mira belud einen Bollerwagen nach und nach mit Brotdose, Trinkflasche, Lupenglas, Decke, Taschenmesser und Taschenlampe, flankiert vom vielstimmigen Refrain: „Wir gehen heute durch die Nacht, in den Kindergarten wurde eine Überraschung gebracht.“

Den Stresstest haben die neuen Westen auch schon bestanden: Im abgedunkelten Bewegungsraum leuchteten sich die Kinder mit Taschenlampen an. Ein Ende von Glahns Aktion ist nicht abzusehen: Viele Kinder nehmen die Westen beim Übergang in die Schule mit nach Hause.

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©Richter