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Kunst in Scheune und Schlachterei

Denkmalkunstfestival Kunst in Scheune und Schlachterei

Mindestens 45 Künstler in mindestens 30 Räumen mit besonderem Charme an neun Tagen im Herbst versprechen die Organisatoren des Denkmalkunst-Festivals allein für Duderstadt. Dank der Kooperationsbereitschaft von Hausbesitzern sei gewiss, dass Duderstadt mit einem vielfältigen Programm vertreten sei.

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Vorbereitungs-Treffen für das Denkmalkunst-Festival 2017.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. "Wir haben ein Level erreicht, mit dem wir sehr zufrieden können", erklärt Horst-Joachim Bonitz, der bei der Stadt Duderstadt für die Kulturarbeit zuständig ist und das Projekt "Denkmal!Kunst - Kunst!Denkmal!", kurz Denkmalkunst, federführend betreut. Hatte sich anfangs die Suche nach geeigneten Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen in der Stadt noch als schwieriges Unterfangen dargestellt, seien die Verantwortlichen mittlerweile fündig geworden. "Wir werden Platz für 45 bis 60 Künstler anbieten können", sagt Bonitz - nicht ohne Stolz. Für Duderstadt sollten die neun Tage Festival schließlich ein "Highlight" werden.
Die Ausstellungsorte zeichnet allesamt eines aus: Der Charme des Unperfekten. Da sie entweder zum Verkauf - und somit leer - stehen oder sich noch im Sanierungszustand befinden, böten sie der Kunst einen rauen, aber reizvollen Rahmen, sagt Bonitz. Außerdem seien unter den Immobilen, für die die mündliche Zusage bereits erteilt worden sei, den Duderstädtern bekannte Gebäude - bei denen aber ein Blick hinter die Kulissen üblicherweise nicht möglich ist. So sei mittlerweile geklärt, dass der Garten und der Wintergarten der ehemaligen Stadtbibliothek genutzt werden könnten. Was genau dort gezeigt werde, könne er noch nicht sagen, so Bonitz. "Möglicherweise Skulpturen." Kuratorin Lore Puntigam sei derzeit mit dem Auswahlverfahren und der Zuordnung von Künstlern zu den jeweiligen Ausstellungsorten beschäftigt. Ebenfalls über das Näder Family Office sei die Genehmigung erteilt worden, das Haus Marktstraße 28 - neben dem Hotel Zum Löwen - öffnen zu dürfen. Eine ehemalige Wäscherei auf der Marktstraße soll sich ebenso in eine Galerie verwandeln wie die teilentkernte Gaststätte "Stadt Mainz" am Obertor. Von der alten Schlachterei am Westertor bis zu einer Scheune am Neutor seien zudem weitere spannende Objekte in die Liste aufgenommen.

Helfer gesucht

Helfer gesucht

Um das Festival auf die Beine zu stellen, werden Helfer gesucht. Vom Aufbau der Ausstellungen bis zur Betreuung der Besucher, vom Ticket-Abriss bis zum Sichern der Kunstwerke erstreckten sich die Aufgaben, betonen die Veranstalter. Interessierte können sich über ein Kontaktformular auf festival-dkkd.de melden.

"Die Besitzer haben große Offenheit und viel Vertrauen bewiesen", lobt Bonitz. So müsse eine Hausbesitzerin auf sich nehmen, sich neun Tage lang den Hauseingang mit Ausstellungsbesuchern zu teilen. Andere lebten gar nicht in Duderstadt, seien aber dennoch bereit, ihre Häuser zur Verfügung zu stellen.
Außer den Ausstellungen, bei denen Kunstformen von Malerei bis Fotografie über bildende Kunst vertreten sein sollen, ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Sie sollen unter anderem im Rathaussaal, im Haus St. Georg, im Obergeschoss der Buchhandlung Seseke, der Aula der St.-Ursula-Schule, im ehemaligen Westerturm-Café und im Kulturwerk Euzenberg über die Bühne gehen. Das Programm befinde sich derzeit in Vorbereitung, sagt Bonitz. "Es wird bunt und vielfältig", verspricht Bonitz.

Das Festival

Das Festival

"80 Denkmäler - 250 Events - 300 Künstler in fünf Städten gleichzeitig" lautet das Motto des Denkmalkunst-Festivals in den Städten des Fachwerk-Fünfecks. In Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode sollen vom 29. September bis 8. Oktober zum Verkauf stehende oder sanierungsbedürftige Gebäude mit Kunst erfüllt werden. Die Veranstalter wollen damit den Blick auf historische Gebäude und deren Attraktivität lenken - und möglicherweise zum Verkauf der Gebäude beitragen. Zugleich soll Künstlern eine ungewöhnliche Bühne geboten werden. Auch haben sich die Organisatoren um Veranstalter Bernd Demandt und Intendant Bernhard Kühne zum Ziel gesetzt, den Austausch von Künstlern in den Städten des Fachwerkfünfecks zu befördern.

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Von Redakteur Nadine Eckermann

Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter