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Kunst und Aktionen sollen die Lebensqualität in Bodensee fördern

Gemeinsam neue Wege finden Kunst und Aktionen sollen die Lebensqualität in Bodensee fördern

„Sich von seinem Weg zu lösen, ist schwierig“, sagt Malerin Barbara Christophersen. Mit vier Kolleginnen hat sie sich zum Speed-Painting getroffen. Aufgabe ist dabei, in zehn Minuten eine Leinwand zu bearbeiten und dann das angefangene Bild an die nächste weiterzugeben. „Nur auf die Farbgebung haben wir uns vorher geeinigt. Schwerpunkt sollte Pink sein“, erklärt die Bodenseerin.

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Kreativ: Die Malerinnen Gabi Nagel, Marion Kühne, Kim Rexhausen, Silvia Grobecker, Hannelore Hoffmeister und Barbara Christophersen (v.l.).

Quelle: Nachtwey

Bodensee. Ungewohnt sei es gewesen, ein angefangenes Werk aus den Händen zu geben und nicht zu wissen, was daraus wird. Einlassen – loslassen – zulassen – verlassen war daher das Motto der Arbeit.

Dieses Motto wollen die Bodenseer Künstler, die auch der Zukunftsrunde angehören, in andere Lebensbereiche übertragen. Sich auf andere einzulassen, sein stilles Kämmerlein zu verlassen oder Neues zuzulassen seien Möglichkeiten, gegen die demografische Entwicklung auf den Dörfern anzukämpfen. An diesem Ziel arbeitet die Zukunftsrunde.

  „Wir wollen auch Vorbild für das Dorf sein. Austausch braucht man“, sagt Christophersen. Daher  wurden an einem geselligen Nachmittag, begleitet von Klaviermusik der Schülerin Susanna Vierke, die vier Ergebnisse aus dem Speed-Painting und weitere Werke der heimischen Künstler im Dorfgemeinschaftshaus ausgestellt.

„Wir müssen selbst die Initiative ergreifen, um zu zeigen, was in unserem Dorf alles möglich ist“, sagt Christophersen.

Probleme der demografischen Entwicklung

Um die Informationen im 800-Seelen-Ort noch besser zu koordinieren und neue Anstöße für Projekte zu geben, wird nun auch eine Dorfmoderatorin ihre ehrenamtliche Arbeit aufnehmen.  Eckard Henniges, ebenfalls Mitglied in der Zukunftsrunde, kennt die Probleme der demografischen Entwicklung.

„Wir haben bereits mit der HAWK zusammengearbeitet, Umfragen und Interviews geführt, um herauszufinden, was den Leuten im Dorf wichtig ist oder woran es mangelt.“ Zudem werden über das ganze Jahr verteilt gemeinsame Aktionen auf die Beine gestellt: Ausstellungen, der Weihnachtsmarkt oder die Müllsammelaktion im Frühjahr seien inzwischen fest im Dorfleben etabliert, sagt Henniges.

Dass gemeinsam mehr zu schaffen ist, zeigt auch die Ausstellung mit der Bilderserie „Pink 14“ – Pink wegen der vorherrschenden Farbe, 14 wegen der Jahreszahl, erklärt Christophersen. Die Malerin hofft, im nächsten Jahr noch mehr Bodenseer zu animieren, an gemeinschaftlichen Aktionen teilzunehmen oder mitzumalen. „Vielleicht gibt es dann ein Orange 15 oder Blau 16“, blickt sie in die Zukunft.

Von Claudia Nachtwey

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