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Kuratorium um drei Mitglieder erweitert

Bürgerstiftung Duderstadt Kuratorium um drei Mitglieder erweitert

Die Bürgerstiftung Duderstadt weiter in eine seriöse Zukunft zu führen, sei die Aufgabe der Kuratoriumsmitglieder für das Jahr 2018, berichtete der Vorsitzende Wolfgang Nolte im Anschluss an die 50. Sitzung des Gremiums. Drei neue Mitglieder sollen das Kuratorium bei der zukünftigen Arbeit unterstützen.

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50. Sitzung des Kuratoriums der Bürgerstiftung Duderstadt (v.l.): Annegret Maring, Professor Bernd Schwien, Susanne Bednorz, Sigrid Jacobi, Bettina Schulte, Wolfgang Nolte und Uwe Hacke

Quelle: Rüdiger Franke

Duderstadt. Die Bürgerstiftung wurde 2004 zum Duderstädter Stadtjubiläum gegründet. Anlässlich der 1075-Jahrfeier sei die Idee entstanden, ein nachhaltiges und langfristiges Projekt zu initiieren, erläuterte Nolte. Schon am Gründungsabend habe es eine großartige Resonanz gegeben. Die Bürger waren in der Folge eingeladen, passend zum Jubiläum 1075 Euro zu spenden oder aber 107,50 oder 10,75 Euro. Mittlerweile sei das Stammvermögen auf rund 302000 Euro angewachsen, erklärte der Kuratoriumsvorsitzende. „Diese Situation macht Freude“, sagte Nolte. Weniger Freude mache hingegen die aktuelle Zinssituation. Das Ziel für die Zukunft sei, das Stammkapital weiterzuentwickeln. Seine Vision ist, dass zum 1100. Stadtgeburtstag ein Stammkapital in siebenstelliger Höhe vorhanden sei. „Das klingt viel, ist aber durchaus erreichbar“, so Nolte. In Deutschland gebe es rund 300 Bürgerstiftungen, die das Gütesiegel der Initiative Stiftungen tragen. Diese hätten ein Gesamtstammkapital von rund 330 Millionen Euro, im Schnitt also eine Million Euro. In der kommenden Sitzung wollen die Kuratoriumsmitglieder beraten, ob sie ebenfalls das Gütesiegel beantragen und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen beitreten.

Leitmotiv: „Kinder sind Zukunft“

Das Leitmotiv der Stiftung lautet „Kinder sind Zukunft“. „Und unsere Kinder sind unsere Zukunft“, ergänzt Nolte. In den vergangenen 13 Jahren seien mehr als 80 Förderungen bewilligt worden. Darunter gebe es zwei besondere Projekte. Da sei zum einen die Unterstützung der Arbeit der Familienbildungsstätte (Fabi). Entstanden sei es durch die Gründung eines neuen Trägervereins, nach dem Rückzug der Diözese. Außerdem sorge die Stiftung für neue Kundschaft, indem sie Gutscheine für Kurse an junge Väter und Mütter vergeben. „Viele haben dadurch erst den Kontakt zur Fabi bekommen und das Angebot für sich entdeckt“, so Nolte weiter. Der zweite Schwerpunkt sei die Unterstützung der Musikschule. So könnten auch Kinder ein Instrument erlernen, deren Familien es sich sonst nicht leisten könnten. Die Stiftung sei auch der Motor und Partner für die Willkommensmappen gewesen. „Das gibt es jetzt eigentlich überall“, ergänzte Sigrid Jacobi. „Aber wir waren der Vorreiter.“

Ende nach drei Perioden

Die Satzung der Bürgerstiftung, in der die Rechtsform und viele weitere Dinge geregelt seien, sehe vor, dass das Kuratorium aus drei bis sieben Mitgliedern bestehen soll. „Festgelegt wurde auch, dass die Kuratoriumsmitglieder längstens drei Perioden mitarbeiten“, erklärte Nolte. Deshalb ende für ihn, seine Stellvertreterin Sigrid Jacobi sowie die beiden weiteren Mitglieder Andreas Diedrich und Annegret Maring die Mitarbeit im Jahr 2019. Deshalb sei das Gremium auf die maximale Zahl erweitert worden, um den Neumitgliedern schon eine Einarbeitungsphase geben zu können. Als neue Mitglieder präsentierten sich Duderstadt2020-Projektmanagerin Susanne Bednorz, Juristin Bettina Schulte und Hochschulprofessor Bernd Schwien.

Neue Mitglieder

Die neuen Kuratoriumsmitglieder sind ebenfalls seit Jahren in zahlreichen Bereichen ehrenamtlich tätig. „Ich engagiere mich seit mehr als 15 Jahren in der Jugendarbeit“, erläuterte Bettina Schulte. Wichtig sei ihr dabei das Integrationsthema, um Jugendliche mit Migrationshintergrund möglichst kleinschrittig zu begleiten. Susanne Bednorz erklärte, dass sie schon als Jugendliche in der Jugendarbeit begonnen habe. Nach dem Studium sei sie zurückgekommen und habe mit Duderstadt2020 viele Bereiche, in denen sie mit Jugendlichen zusammenarbeite. Professor Bernd Schwien ist erst 1995 nach Duderstadt gezogen. Seit 2004 lehrt er an der Hochschule in Nordhausen. „Bei uns wird nicht nur über Management gesprochen“, sagte er. Die Studenten müssten soziale Projekte auch leben und begleiten. 2005 sei „Jugend und Senioren“ das erste Projekt gewesen, bei dem Menschen generationsübergreifend zusammengebracht wurden.

Keine Spekulationen

Die Stiftung agiert formalrechtlich als unselbstständige Stiftung unter dem Dach der Sparkassenstiftung. Duderstadts Sparkassen-Vorstandvorsitzender Uwe Hacke erklärte, dass das Geld der Bürgerstiftung nur treuhänderisch zur Verfügung gestellt würde. Deshalb seien sich alle einig, dass mit dem Geld nicht spekuliert werde. Zurzeit gebe es bei der aktuellen Zinslage deshalb auch nur begrenztere Hilfsmöglichkeiten. Er sagte, dass aber alle Bürger helfen könnten, in der Bürgerstiftung Gutes zu tun. Niemand müsse meinen, dass seine eigenen Mittel zu klein seien. Bevor jemand nichts tue, könne die Stiftung als Vehikel dienen.

Unterstützung der Stiftung

Wer die Bürgerstiftung Duderstadt mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, kann sich entweder an eines der Kuratoriumsmitglieder wenden oder seine Spende auf das Stiftungskonto einzahlen: Sparkasse Duderstadt, Kontonummer: 75, BLZ: 260 512 60, IBAN: DE65 2605 1260 0000 0000 75

Von Rüdiger Franke

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