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Kurzweiliger Kommers eröffnet Duderstädter Schützenfest

Sketche und „hübsche Mädchen“ Kurzweiliger Kommers eröffnet Duderstädter Schützenfest

Das Duderstädter Schützenfest hat auch in seiner 713. Auflage viel Anziehungskraft. Kommersabend und Umzug brachten Hunderte Zuschauer auf die Beine.

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Blumige Überraschung: Gut beschirmte Schützendamen erhalten Rosen beim Umzug durch die Innenstadt.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Der Kommersabend begann mit einer Premiere: Erstmals überreichte Lioba Stadermann den Umschlag mit dem Namen des Schützenliesels an Hans-Georg Kracht. Der Schützenhauptmann gab bekannt, dass Franziska Klein die ehrenvolle Aufgabe übernimmt. „Duderstadt hat immer hübsche  Mädchen“, so Kracht, der unter anderem auch Repräsentanten des Göttinger Schützenwesens begrüßen konnte: Oberschaffer Harald Grahovac, die Vorsitzenden des Schützenvereins von 1863, Peter Eiselt und Rainer Hald, sowie eine Delegation des Damenschützenvereins Diana.

 
„Das Schützenfest ist offensichtlich dieses Jahr ein paar Tage länger“, sagte Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) und spielte damit an auf die am Dienstag eröffnete Ausstellung in der Sparkasse Duderstadt über das künstlerische und literarische Schaffen seines Vaters, Ehrenhauptmann Ernst-Wilhelm Werner. Eine Überraschung hatte Friedrich Einecke für die Schützen parat. Der Ehrenhauptmann überreichte Kracht eine neue silberne Schützenkette für die Junioren, „verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung, dass es auch noch in Jahrzehnten junge Menschen gibt, die sich für das Schützenwesen interessieren und auch begeistern.“

 

 

 
Nach den Reden begann die vom Duderstädter Blasorchester umrahmte Show, durch die Anke Otto führte. Claudia Hampel ließ im Anreischkekostüm viele lokale Geschehnisse und Debatten der vergangenen zwölf Monate mit teils spöttelndem Unterton kurz Revue passieren.

 
Von Zimmermeister André Fröhlichs Biervortrag über Alexandra Riegers Gesangsauftritte bis zu Jörg Seidenecks Gastspiel als Günther, der Treckerfahrer, und der Göttinger Dance Company boten die Akteure einen unterhaltsamen Mix, bei dem auch die 3000er-Gruppe der Schützengesellschaft nicht fehlen durfte. Sie sorgte im Stil der Fernsehsendung „Sketchup“ für viele Lacher. Nicht zuletzt erfuhr das Publikum auch, was passiert, wenn Sparmaßnahmen im Altenheim angesagt sind.

 
Von mehreren Musikgruppen begleitet setzte sich am Sonntag der Festumzug in Bewegung. Trotz des einsetzenden Regens beobachteten Hunderte Zuschauer, wie der Tross durch die Innenstadt zum Festplatz zog. An der Spitze des Umzugs winkte der Anreischke dem Publikum zu. Ihren ersten großen Auftritt nach dem Kommers hatte Schützenliesel Franziska Klein. Zu den Teilnehmern gehörten auch Repräsentanten des Schützenwesens aus den Städten, die das Eichsfelder Städteschießen ausrichten.

Von Axel Artmann

 

©Schauenberg

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Ehrung für Ehrenhauptmann
Applaus für den Ehrenhauptmann und Träger des Goldenen Ehrenkreuzes. Foto: Schauenberg

Applaus für den Ehrenhauptmann und Träger des Goldenen Ehrenkreuzes. Foto: Schauenberg

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Mit der höchsten Auszeichnung der allgemeinen Ehrungen hat der Deutsche Schützenbund den Ehrenhauptmann der Schützengesellschaft Duderstadt, Ernst-Wilhelm Werner, bedacht. Er bekam das Ehrenkreuz in Gold, Sonderstufe, während des Ratsessens am Sonnabend verliehen.

 
Mit der Auszeichnung würdigte der Deutsche Schützenbund die Verdienste des 89-Jährigen um das Schützenwesen. Werner, dem ebenfalls eine Ausstellung in der Sparkasse und eine Sonderausgabe der aktuellen Eichsfelder Heimatzeitschrift gewidmet sind, engagiert sich seit 65 Jahren für den Schießsport und den kulturellen Wert des Schützenwesens – und gehört bis heute zu den aktiven Schützen der Schützengesellschaft.

 
Das Ratsessen bot den Rahmen für die feierliche Verleihung des Ehrenkreuzes. Der „gesellschaftliche Höhepunkt des Schützenfestes“ zeige die Verbundenheit der Stadt Duderstadt und der Schützen, erklärte Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht. Zu dem feierlichen Empfang begrüßte er gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) neben den Schützen und dem seit Freitagabend amtierenden Schützenliesel Franziska Klein Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Unter ihnen der frühere Europaabgeordnete Rolf Behrend (CDU), der thüringische Landtagsabgeordnete Gerold Wucherpfennig, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Torsten Wolfgramm (FDP) und der ehemalige Landrat Reinhard Schermann (CDU) und viele andere.

 
Die „Schützenstadt Duderstadt“, führte Nolte aus, trage wie andere Hochburgen des Schützenwesens dazu bei, dass jährlich rund 250 Millionen Besucher auf deutschen Schützenfesten gezählt würden. Dieses „schützenswerte Kulturgut“ habe es verdient, in die Reihe des immateriellen Kulturerbes aufgenommen zu werden, warb Nolte. Die Unesco hat 2003 ein Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Damit soll das weltweit vorhandene traditionelle Wissen und Können geschützt werden.

 
Schlaglichter warf Nolte auf politische Themen. Unter anderem plädierte er für den Lückenschluss zwischen den Autobahnen 38 und 7 und die Ortsumgehung Mingerode – Obernfeld. Hinsichtlich der „Datenautobahn“ würden derzeit „Hochleistungspakete geschnürt“, die zukünftig umgesetzt werden sollten. Im Öffentlichen Personennahverkehr klaffe eine „riesige Lücke“, die es zu schließen gelte. Bewegung gebe es derzeit am Breiten Anger, außerdem befänden sich Projekte wie ein „Inklusives Kunst-Kloster“ auf einem guten Weg. Mit einem „inklusiven Campus“ sei eine „großartige Gemeinschaftsinitiative“ im Entstehen.

 
Schlägerei beim Schützenfest
Zu Handgreiflichkeiten ist es in den Frühen Morgenstunden des Sonnabends auf dem Duderstädter Schützenplatz gekommen. Drei alkoholisierte Besucher einer Disco-Schützenfest-Veranstaltung im Festzelt gerieten nach Angaben der Polizei mit zwei Mitarbeitern der Sicherheitsfirma in Streit. In Folge dessen sei es zu wechselseitigen Körperverletzungen gekommen, teilte ein Polizeibeamter am Sonntag mit. Unter anderem schlug einer der Beteiligten einem anderen mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Weitere Ermittlungen zu dem Vorfall laufen.
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