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L’Amour in der Roten Warte in Duderstadt

Chansons und Poesie zu French Dressing L’Amour in der Roten Warte in Duderstadt

Zum dritten und letzten Mal interpretierte Birgit Behre im Gasthaus Rote Warte am Sonnabend französische Chansons und trug dazu ihre eigenen Gedichte vor. Die Gäste verbrachten einen unterhaltsamen Abend in familiärer Atmosphäre.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Nicht ganz so viele Anhänger der französischen Lebensart wie erhofft hatten den Weg in den fast 500 Jahre alten Gasthof gefunden. Entsprechend dem bewährten Konzept der Wirtsleute wurde zunächst ein großes Buffet aufgetischt, bevor der künstlerische Teil des Abends startete.

Los ging es mit „Champs Elyseés“ von Joe Dassin, der das Chanson 1969 zum ersten Mal auf die Bühne gebracht hatte. Damit war auch gleich das Motto des Programms klar: Es ging um die Liebe. Auf humorvolle Weise übersetzte die Romanistin Birgit Behre den Liedtexte des Abends, sodass alle eintauchen konnten in das französische Lebensgefühl. Da an diesem Abend der Helfer am Mischpult verhindert war, musste  die Chansonière gleichzeitig ihr eigener Toningenieur sein. Nicht ganz einfach, denn immer wieder gab es kleine technische Probleme, die Birgit Behre aber in sympathischer Art du Weise überspielte.

Fragile Stimme gibt individuelle Note
Ihre teils fragil wirkende Stimme passte gut zu den Stücken, die auf diese Art eine sehr individuelle Note erhielten. Zwischen den Chansons, darunter so bekannte wie „La vie en rose“ – das Leben in rosarot – gab immer wieder selbstgeschriebene Poesie zu allen Facetten der Liebe. Ein besonderes, sehr persönliches Programm, das vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurde. 

Vermeintliche Störung
Der erste Teil des Abends schloss mit einer schönen Idee: Während Behre im Chanson „Parole“ die Auseinandersetzungen innerhalb einer Ehe besang, kam ihr Mann Benno dazu und störte vermeintlich den Vortrag, indem er sie ständig aufforderte, mit dem Singen aufzuhören. Es dauerte einige Zeit, bis die überraschten Zuhörer bemerkten, dass dies zum Programm gehörte.

Die unterschiedlichen Chansons begleiten die Inhaberin des Forsthauses Rote Warte bereits seit ihrer Jugend, wie sie vorher erzählt hatte: „Besonders Edith Piaf, aber auch Charles Aznavour sind Interpreten, die ich immer wieder gerne höre.“ Die Besucher profitierten auf ihre Art davon, dass das Programm nicht ausverkauft war: „Ich habe mich ganz spontan entschieden du genieße jetzt einfach den Abend“, so eine Breitenbergerin. Birgit Behre plant bereits das nächste musikalische Programm, das voraussichtlich im Juni zum ersten Mal zu Gehör gebracht werden wird. Diese Mal auf Englisch.

Von Birgit Freudenthal

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