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Ladesäulen am Seeburger See und auf Gut Herbigshagen installiert

Elektromobilität für die Fläche Ladesäulen am Seeburger See und auf Gut Herbigshagen installiert

Besucher der Heinz-Sielmann-Stiftung und des Seeburgers Sees können seit Mittwoch nicht nur in der Natur Energie auftanken, sondern auch kostenlos das Stromnetz anzapfen. Auf dem innerörtlichen See-Parkplatz und an der Hofeinfahrt von Gut Herbigshagen hat die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EEW) Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen – die ersten außerhalb der Stadt Duderstadt.

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E-Bike-Station Herbigshagen: Stiftungsvorstand Michael Beier, Kuhlmann, EEW-Vertriebsleiter Olaf Robitzsch, Gutsleiter Holger Belz (v.l.).

Quelle: Richter

Seeburg/Duderstadt. Noch steckt die Elektromobilität im Eichsfeld in den Kinderschuhen, wächst aber Schritt für Schritt aus ihnen heraus. Innerhalb eines Jahres hat die EEW vier Energie-Ladesäulen für Elektroautos installiert – zwei davon auf Firmengeländen.

Wie die Ladesäule auf dem Duderstädter Sparkassen-Parkplatz kann auch der Seeburger Energie-Monolith von jedem genutzt werden, der mit einem Elektroauto oder E-Bike unterwegs ist.

Nur für Pedelecs geeignet ist hingegen die Ladestation auf Gut Herbigshagen. Bis zu sechs Besucher, die beim steilen Anstieg zur Stiftung nicht nur auf Muskelkraft setzen, können dort ihre Fahrrad-Akkus zusammen mit Helmen und anderen Utensilien in Schließfächern mit Pfandschlitz verstauen und aufladen. Die 3600 Euro Kosten für die Station teilen sich Stiftung und EEW.

Anreisegefährte aufgeladen

„Für die neuen Säulen haben wir in Kooperation mit den Kommunen bewusst touristische Schwerpunkte ausgewählt“, sagt EEW-Chef Markus Kuhlmann. Beim Rundgang um See oder Gut könnten die Anreisegefährte aufgeladen werden. Noch gibt es im Kreis Göttingen nur gut zwei Dutzend reine Elektroautos, aber es werden immer mehr.

Dazu gehören auch die Elektromobile der EEW – ein Renault und seit zwei Wochen ein BMW i3 mit Carbon-Karosserie, der bei der Beschleunigung  jeden Verbrennungsmotor alt aussehen lässt.

Die aus dem EAM-Netz gespeiste Ladesäule am See, an der  neben Logo und QR-Code der EEW das Wappen der Samtgemeinde Radolfshausen prangt, ist sowohl für normale als auch für Schnellladekabel geeignet. Die komplette Aufladezeit beträgt vier bis acht Stunden, darunter ist alles möglich. Das gilt auch für Elektro-Rollstühle. „Wenn sie wollen, können sich auch einen Toaster einstecken“, sagt Kuhlmann schmunzelnd.

Stecker statt Zapfhahn

Zu den 11 000 Euro Investitionskosten hat die Samtgemeinde 3000 Euro beigesteuert. Sowohl Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD) als auch Seeburgs stellvertretender Bürgermeister Bernd Knöchelmann (CDU) betonen, dass die öffentliche Hand gefordert sei.

„Wir müssen den Einstieg in die Elektromobilität unterstützen und in Vorleistung treten“, sagt Wucherpfennig: „Energie ist zu kostbar geworden, um sie mit Verbrennungsmotoren zu vergeuden.“ Auch EEW-Aufsichtsratvorsitzender und Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) begrüßt es, dass die Elektromobilität jetzt in die Fläche geht und Lücken zwischen Göttingen und Osterode schließt.

Im kommenden Jahr will die EEW zwei weitere Ladesäulen aufstellen – in der Stadt Duderstadt und in der Samtgemeinde Gieboldehausen. Wie die Samtgemeinde Radolfshausen sind auch sie EEW-Anteilseigner.

Tankkarten
Kostenloser Strom für E-Mobile

Die E-Tanksäulen im Eichsfeld können vorerst noch kostenlos genutzt werden. Man braucht lediglich eine Kundenkarte, mit der die Säule über einen Funkchip freigeschaltet wird.

Erhältlich sind die Karten  gegen eine Pfandgebühr bei der EEW und der Sparkasse in Duderstadt, ab sofort auch im Duderstädter Bürgerbüro und der Tourist-Information im Rathaus sowie bei der Samtgemeinde Radolfshausen.

Die will die Karten sowohl über ihren Verwaltungssitz in Ebergötzen als auch über die Seeburger Gaststätte Old Sailor vertreiben, in der die Campingplatz-Rezeption untergebracht ist. Auf Dauer soll der Strom nicht kostenlos abgegeben werden.

„Sobald es noch mehr Säulen und Übertragungssoftware gibt, wird nach Zeit abgerechnet“, sagt EEW-Chef Markus Kuhlmann.

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©Richter