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Läutende Schwestern: Glockenklang von 1940

Benefiz-CD Läutende Schwestern: Glockenklang von 1940

Außergewöhnliche Aufnahmen, und das in doppelter Hinsicht, sind auf einer CD zu hören, die ab Sonnabend in Duderstadt erhältlich ist. Originalklänge der Glocken der Propsteikirche St. Cyriakus aus dem Jahr 1940 läuten festliche Töne an der Creutzburgorgel ein.

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Soll Verstärkung bekommen: Glocke in St. Cyriakus.

Quelle: Pförtner

Zwei Glocken fehlen in der Oberkirche seit nahezu sieben Jahrzehnten. Sie sollen nun ersetzt werden (siehe auch Info-Kasten). Hans-Joachim Trappe, renommierter Kirchenmusiker und bundesweit bekannter Mediziner mit Wurzeln in Duderstadt, hat deshalb im vergangenen Sommer eine CD auf der Orgel in St. Cyriakus eingespielt und den Tonträger produzieren lassen. Komplett und ohne Einschränkung stellt er den Erlös dem Glockenbauverein zur Verfügung.

Mit Hilfe der wundervoll restaurierten Orgel und dem Engagement von Professor Trappe werde es möglich, den „läutenden Schwestern“ in den Türmen des Gotteshauses wieder zum vollen Klang zu verhelfen. So beschreibt Duderstadts Ortsheimatpfleger Herbert Pfeiffer die Benefiz-Aktion. Pfeiffer ist Vorsitzender des Glockenbauvereins St. Cyriakus. Es sei eine glückliche Fügung, dass Trappe an seiner Heimatorgel in der Propsteikirche, an der er das Orgelspiel erlernt habe, das Glockenprojekt des Vereins unterstütze, so Pfeiffer. „Es ist ein besonderes Weihnachtsgeschenk.“

„Das ist bisher meine beste CD“, schwärmt Trappe, der immer wieder als Organist in Erscheinung tritt und bereits eine Reihe von Benefiz-Tonträgern herausgegeben hat. Auch von den Aufnahmen der Originalglocken aus dem Jahr 1940 ist Trappe begeistert. Mit Hilfe der Duderstädter Familie Rickhei, die eine alte Schallplatte besitze, sei das möglich geworden, erläutert Pfeiffer.

Im Juni habe er einige Tage in Duderstadt auf der Creutzburgorgel gespielt, berichtet Organist Trappe. „Propst Wolfgang Damm und Regionalkantor Paul Heggemann haben mich bei den Aufnahmen unterstützt“, erläutert der Musiker.

Trappe, dreifacher Vater, bezeichnet Duderstadt als seine Heimatstadt. Zwar 1954 in Castrop-Rauxel geboren, verbrachte er in der Brehmestadt seine Kindheit und Jugend. Sein Abitur machte er 1973 am Eichsfeld-Gymnasium, bevor er mit dem Medizinstudium in Göttingen begann.

Seit zehn Jahren lebt der Herzspezialist im Münsterland. Er ist als Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Marienhospital in Herne tätig. Zur Familie an der Brehme hält er regen Kontakt. „Ich fühle mich durch und durch als Eichsfelder“, betont der bekannte Mediziner und Organist immer wieder.

Die an der Creutzburgorgel aufgenommene CD ist zum Preis von 15 Euro an folgenden Stellen in Duderstadt erhältlich: Pfarrbüro St. Cyriakus, Buchhandlung, Seseke, Buchhandlung Mecke, Sparkasse Duderstadt, Tourist-Info Stadt Duderstadt, Bäckerei und Café Risse. Vertrieben wird die CD auch über den Glockenbauverein St. Cyriakus zu Duderstadt, Marktstraße 91.

  Fehlende Glocken
  Seit dem Zweiten Weltkrieg fehlen die zwei größten aus einem Ensemble von ehemals sechs Glocken der St.-Cyriakuskirche Duderstadt. Die Nationalsozialisten hatten 1942 mehrere Glocken zur Materialbeschaffung für Kanonen demontiert. Der 2009 gegründete Glockenbauverein will dafür sorgen, dass zwei neue Glocken angeschafft werden. Mit rund 130 000 Euro Kosten rechnet der Förderverein. Diese sollen durch Spenden aufgebracht werden.
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©Richter