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Laien gestalten Gottesdienste in Duderstadt

Priestermangel Laien gestalten Gottesdienste in Duderstadt

„Wenn auch in Zukunft in allen Kirchorten sonntags Gottesdienste angeboten werden sollen, benötigen wir mehr Beauftragte für Wort-Gottes-Feiern“, sagt Johannes Honert (50). Der Northeimer Pastoralreferent bildet sie in den drei südniedersächsischen Dekanaten aus. Ende September startet wieder ein Kurs im Duderstädter Zentrum für Kirchenentwicklung.

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Quelle: Wolf/dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. „Das Zweite Vatikanische Konzil hat bereits 1965 beschlossen, dass Laien mehr Verantwortung in den Gemeinden übernehmen sollen“, berichtet der Pastoralreferent. Bisher habe es aber in Deutschland immer genug Priester gegeben, um ausreichend Gottesdienste anzubieten. Das ändere sich zur Zeit.

„Die Wort-Gottes-Feier ist eine kleine Messe“, erläutert Honert. Es finde also keine Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi statt. Einer solchen Eucharistiefeier könne nur ein Priester vorstehen. Weil die Eucharistie aber als Zentrum der Messe gelte, hielten manche Gläubige eine Wort-Gottes-Feier für eine halbe Sache. Um dem Rechnung zu tragen, würden in manchen Bistümern Kommunionhelfer während solcher Feiern bereits gewandeltes Brot austeilen.

Das sei im Bistum Hildesheim jedoch nur in Ausnahmefällen möglich. So wolle der Bischof eine klare Unterscheidung zwischen beiden Feiern sicherstellen. Ein weiterer Unterschied: Die Beauftragten dürfen nicht predigen. „Es ist ihnen aber möglich, in Absprache mit dem Pfarrer Ansprachen zu halten“, sagt Honert. Er rate zu persönlichen Glaubenszeugnissen.

„Die große Mehrheit der Katholiken nimmt das Angebot einer Wort-Gottes-Feier an, wenn die Alternative gar kein Gottesdienst ist“, hat Honert beobachtet. Die Feiern seien ein eigenständiges Angebot, dass sich würdig und feierlich gestalten lasse.

„Die Beauftragen für solche Feiern wählt der Pfarrer aus“, führt Honert aus. Es handele sich um Personen, die über Lebenserfahrung verfügten und sich in Glaube und Tradition auskennen würden. Sie müssten in ihrer Gemeinde anerkannt sein und den Mut haben, vor der Gemeinde zu sprechen. Wichtig sei, dass sie nach der Ausbildung zeitnah Möglichkeiten des Einsatzes erhielten.

„Auch Frauen können eine solche Beauftragung erhalten“, betont der Pastoralreferent.

Der Kurs ist am Dienstag, 22. September, von 19 bis 21.30 Uhr im Haus St. Georg in Duderstadt, Kardinal-Kopp-Straße 31. Anmeldung: Sigrid Nolte, Telefon 05527/847419, E-Mail: info@zentrum-kirchenentwicklung.de.

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