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Landesgartenschau als Geburtstagsgeschenk

Duderstadt 2029 Landesgartenschau als Geburtstagsgeschenk

Eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2029 – als Geschenk zum 1100. Geburtstag der Stadt Duderstadt – hat Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) vorgeschlagen. Vorher müssten aber alle Gremien sowie die Bürger und wie beim Tag der Niedersachsen alle relevanten Partner gefragt werden.

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Vom 22. April bis 8. Oktober 1994 hat Duderstadt die Landesausstellung Natur im Städtebau ausgerichtet.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. „Ich freue mich, dass die Landesgartenschauen wieder Zukunft haben“, sagte Nolte, „und Teil der großen Veranstaltungen im Land werden sollen.“ Es sei gut, dass dies auch von der Landesregierung so gesehen werde. Die „Landesausstellung Natur im Städtebau“ (LNS) sei 1994 ein wichtiger und nachhaltiger Impuls in der Stadtentwicklung von Duderstadt gewesen. Zwei Jahre später habe es eigentlich die nächste Ausstellung in Braunschweig geben sollen. Bevor es aber dazu gekommen sei, habe das Land eine Atempause gemacht. Die habe bis 2002 gedauert. Seitdem gebe es wieder Landesgartenschauen, zunächst im Zweijahresrhythmus, seit 2010 alle vier ­Jahre.

Für 2018 habe Bad Gandersheim den Zuschlag in Niedersachsen erhalten, sagte Nolte. In Thüringen habe Leinefelde-Worbis gute Chancen für 2024. In Bad Gandersheim stimmten die Bürger parallel zur Bundestagswahl ab und sprachen sich mehrheitlich für die Ausrichtung aus. Er habe Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) zur Auswahl des Landes und dem positiven Bürgervotum gratuliert, sagte Nolte. Darüber hinaus habe er angeboten, wenn sie aus den Erfahrungen von 1994 etwas mitnehmen wolle in ihre Planungen, dann stünde Duderstadt gern zur Seite. „Bestimmte Grundfragen sind identisch“, erläuterte Nolte, dass es durchaus Punkte geben könne, wo das Duderstädter Team helfen könne.

Gesamtinvestitionen von 50 Millionen D-Mark

Duderstadt als LNS-Austragungsort habe 1988/89/90 der damalige Sozialminister Hermann Schnipkoweit (CDU) ins Rennen gebracht und sei später von der Landesregierung Schröder bestätigt worden. „Am 2. Februar 1993 kam die endgültige Bestätigung“, erinnerte sich Nolte, der in der Amtszeit seines Vorgängers Lothar Koch als Stadtdirektor tätig war. „Wir hatten genau 444 Tage bis zur Eröffnung.“ Insgesamt sei damals ein Paket von rund 50 Millionen D-Mark in Duderstadt investiert worden. In der gesamten Fläche der Stadt seien Aufforstungen und Randstreifenprogramme umgesetzt worden. „Als Zielsetzung sollte für jeden Bürger ein Baum oder Strauch gepflanzt werden“, sagte Nolte rückblickend. Also etwa 25000 Bäume sollten es werden. „Bei 125000 haben wir aufgehört zu zählen.“ Die Stadt habe eine ökologische Aufwertung erhalten und dadurch sei am Ende auch eine ökonomische Aufwertung gefolgt.

Der Schwerpunkt im Ortsteil Duderstadt sei 1994 die Freilegung der Brehme gewesen, erzählte Nolte. „Wasser – Gold der Zukunft“ sei eines der Leitmotive gewesen. Hinzu seien die Umgestaltung der Innenstadt und das Anlegen des zentralen Ausstellungsgeländes gekommen, ebenso wie die Bürgergärten. An 171 Ausstellungstagen von April bis Oktober hätten etwa 300000 Besucher rund 1000 kleinere, mittlere und größere Veranstaltungen gegeben. Schulen, Vereine und Verbände bis zum Umweltministerium seien eingebunden gewesen. „Es hat eine fantastische Unterstützung der Bürgerschaft gegeben“, sagte Nolte.

Rechtzeitig Interesse anmelden

Eine erneute Ausrichtung der Landesgartenschau bezeichnet Nolte als „richtiges Instrument, sowohl auf Niedersachsen, aber auch auf die Region und die Orte aufmerksam zu machen“. Deshalb sollte Duderstadt rechtzeitig beim Land anmelden, dass großes Interesse bestehe, „die Landesgartenschau 2029 zur 1100-Jahrfeier wieder hier zu haben“. Aber da sollten wie in Bad Gandersheim auch die Bürger befragt werden. Auch alle Ortsteile, Partner wie Feuerwehren, DRK, THW und Vereine und Verbände gelte es, ins Boot zu holen. „Ich sehe erneut die Chance eines ganz besonderen Entwicklungsimpulses“, bekräftigte der Bürgermeister seine Vision. Duderstadt habe eine ganze Reihe davon gehabt und weitere Bausteine stünden bevor. Eine Landesgartenschau 2029 könnte einen ähnlichen Schub wie 1994 auslösen, sagte Nolte.

Von Rüdiger Franke

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