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Landrat sichert Eichsfeldgymnasium Duderstadt Bestand zu

„Unbegründete Ängste“ Landrat sichert Eichsfeldgymnasium Duderstadt Bestand zu

Die von Duderstädter Vertretern des Philologenverbandes angestoßene Diskussion über das neue Landesschulgesetz und die Zukunft des Eichsfeldgymnasiums (EGD) zieht weiter Kreise. Nach den Einlassungen von EGD-Schülervertreterin Alexandra Seebode und der FDP-Kreistagspolitikerin Hiltrud Sürmann haben sich die SPD-Politiker Bernhard Reuter und Reinhard Dierkes zu Wort gemeldet.

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Landrat sichert Eichsfeldgymnasium Duderstadt Bestand zu.

Quelle: dpa

Duderstadt. „Ich sage klipp und klar, das EGD muss und wird erhalten bleiben“, betont Reuter: „Dafür setze ich mich als Landrat ein.“

Die Entwicklung der erfolgreichen Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen stehe dazu nicht im Widerspruch, so Reuter: „Vielmehr gehören die Existenzgarantie für das EGD und das klare Bekenntnis zur KGS zusammen. Der Landkreis, Verwaltung und Schulpolitiker, stehen dazu mit durchdachten Abwägungsentscheidungen, beide Schulen leben es durch Kooperation vor.“

Das Eichsfeld habe eine vorbildliche Schullandschaft, meint Reuter. Kaum ein Mittelzentrum könne eine so vielfältige ortsnahe Struktur wie Duderstadt aufweisen, von der die gesamte Region profitiere. Der Forderung von Seebode, das Bildungssystem in einer vielschichtigen Form zu erhalten, stimmt Reuter voll und ganz zu.

Schwarzmalerei, das Schüren unbegründeter Ängste und aufgeregte Diskussionen – wie aktuell über das Eichsfeldgymnasium – seien dabei allerdings kontraproduktiv.

Auch Dierkes bezeichnet die aktuelle Diskussion um die Zukunftsfähigkeit des EGD als in keiner Weise zielführend und drängt auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit der KGS. „Wie will ein traditionsreiches Gymnasium, das trotz eindeutiger Garantieerklärungen des Schulträgers stets aufs Neue durch Vertreter der Lehrerschaft und nun auch durch die Schülerunion verkünden lässt, es habe keine Zukunft mehr, eigentlich um zukünftige Schülergenerationen und deren Eltern werben, wenn es sich selbst wider besseres Wissen immer wieder als Schule ohne gesicherte Zukunft darstellt?“, holt der Vorsitzende der Göttinger SPD-Kreistagsfraktion aus.

Man dürfe sich dann jedenfalls nicht wundern, wenn Eltern die vom EGD behauptete mittel- bis langfristige Perspektivlosigkeit – ergänzt um den Klassenfahrtenboykott – als Argument ernst nehmen und ihre Kinder an anderen Schulen anmelden würden.

Für „klüger“ hält es Dierkes,  der auch im Bilshäuser Gemeinderat und im Samtgemeinderat Gieboldehausen vertreten ist, gemeinsam mit dem Kreis als Schulträger Überlegungen anzustellen, wie die Oberstufe des EGD „bereichert“ werden könnte.

Und nennt auch gleich ein Beispiel dafür: „eine überzeugende, vertrauensvolle und vom gegenseitigen Verständnis geleitete pädagogische Zusammenarbeit mit der KGS Gieboldehausen, deren Gymnasialschüler nach der zehnten Klasse eine Schule suchen, an der sie das Abitur ablegen können“.

Das gelte auch für das gute Drittel der entlassenen Realschüler aus Gieboldehausen und Duderstadt, die „nach der zehnten Klasse fast reflexartig Göttinger Oberstufen besuchen“.

Für die eichsfeldische Schullandschaft böte sich damit eine großartige Chance auf eine breit aufgestellte Oberstufe, meint Dierkes und schließt kämpferisch: „Dazu brauchen wir aber den konstruktiven Dialog mit den Beteiligen und keine Kampfdebatten mit dem bildungspolitischen Vokabular von vorgestern.“

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©Richter