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Landwirte im Eichsfeld roden noch Frühkartoffeln

Staubige Kartoffeläcker Landwirte im Eichsfeld roden noch Frühkartoffeln

Zumindest im Eichsfeld sind Landwirte mit der Kartoffelernte ganz zufrieden – obwohl auch hier vergleichsweise wenig Regen fiel.  Derzeit werden noch Frühkartoffeln gerodet. Demnächst kommen mittlere Sorten wie die  Princess an die Reihe und ab Ende des Monats Spätkartoffeln.

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Dicke Knollen: Der Kartoffelhof Trümper rodet die Frühkartoffel Annabelle zwischen Bodensee und Bilshausen.

Quelle: Schauenberg

Bilshausen. „20 bis 30 Millimeter Regen wären Gold wert“, wünscht sich Rudolf-Josef Trümper. Der Landwirt mit einem Kartoffelhof in Bilshausen rodet zurzeit nur abschnittsweise wöchentlich für die Direktvermarktung.

Trotz anhaltender Regenfälle in Göttingen und Überschwemmung in Friedland staubte es am Montagmorgen beim Roden zwischen Bodensee und Bilshausen mächtig. Vom Regen hatte der Bereich kaum etwas abbekommen. „Wir hatten nur einen Millimeter Regen“, beklagte Trümper.

Auf dem Feld südlich von Bilshausen holte Trümper mit der Rodemaschine die Frühkartofel Annabelle – goldgelb und festkochend – ans Tageslicht. Trotz Nieselregen war kaum die Oberfläche feucht. Dieses Jahr sei es sehr trocken, sagte  der Landwirt, da mache die Ernte keinen Spaß. Mit der Qualität seiner Feldfrüchte ist der Bilshäuser aber zufrieden.

Er erwartet einen durchschnittlichen Ertrag. 250 bis 300 Doppelzentner können Trümper zufolge je Hektar geerntet werden.
Kartoffeln baut der Bilshäuser Ackerbauer jedes Jahr auf rund 3,5 Hektar an, neben Mais und Zuckerrüben. Die Annabelle, die derzeit gerodet wird, ist eher festkochend, wie fast alle angebauten Sorten. Mehlige baut Trümper nicht an. „Es gibt keine Nachfrage“, wundert sich der Landwirt. „Mit mehligen Kartoffeln bekommt man die Soße besser vom Teller, aber das mögen nicht mehr viele.“

Trümper beliefert seine Kunden direkt, vor allem in den Orten im Südharz. 2,5 oder fünf Kilogramm schwere Säcke sind gefragt, die direkt vor die Haustür gefahren werden. Kaum jemand möchte solch ein Gewicht gerne selbst vom Markt schleppen, erklärte Trümper das Angebot. Ganz große Knollen werden aussortiert.

Bei Kartoffen hat sich nach Beobachtung des Landvolkverbandes auch der kühle und trockene Frühsommer bemerkbar gemacht. Die Pflanzen hätten einen geringen Knollenansatz und bildeten deshalb weniger Kartoffeln aus. Sie werden dicker als üblich und lassen sich schwieriger vermarkten. Gebraucht werden uniforme Größen mit 35 bis 55 Millimeter Durchmesser.

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©Richter