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Langenhäger feiern 150 Jahre St. Laurentius

1865 fertiggestellt Langenhäger feiern 150 Jahre St. Laurentius

In Langenhagens baufälliger Kirche wurde es aufgrund der steigenden Einwohnerzahl immer enger. So entschlossen sich die Verantwortlichen 1860 zu einem Neubau. Er ist vor 150 Jahren, 1865, in Gebrauch genommen worden. Das feiert der Ort am Freitag, 9. Oktober.

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Die 1865 fertiggestellte Langenhagener Kirche.

Quelle: Thiele

Langenhagen. . Die barocke Vorgängerkirche im Ort ließ der Kommissarius des Untereichsfelds, Herwig Böning, 1681 errichten. 1730 wurde die Kirche erweitert. 130 Jahre später war sie erneut zu klein. Die Gemeinde hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Geld für einen Neubau angespart, der am Ende 12.000 Taler kostete. Nachdem der erste Planer über seinen Zeichnungen gestorben war, führte sie der Hildesheimer Architekt Wilhelm Tochtermann zuende. Von ihm stammt auch die Rüdershäuser Kirche.

Die Bauarbeiten liefen 1864 an. „Die Gläubigen im Ort halfen beim Einebnen des abschüssigen Geländes und packten auch danach mit an“, hebt Willi Ballhausen, der frühere Leiter des Pfarrgemeinderats, hervor. Aus Sandstein entstand ein neuromanisches Gotteshaus. Dorische Säulen flankieren das Westportal. Der Dachstuhl ist offen. Dorische Säulen tragen das Becken des Taufsteins. Die nach anderthalb Jahren Bauzeit fertiggestellte Kirche St. Laurentius wurde erst drei Jahre später vom Hildesheimer Bischof Josef Wedekin offiziell eingeweiht.

Die erste Orgel des Gebäudes, die von der Duderstädter Firma Louis Krell gebaut worden war, befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg in desolatem Zustand. „Trotz der herrschenden Not brachte die Gemeinde den damals hohen Betrag von 8500 Euro auf, um 1948 ein neues Instrument zu beschaffen“, sagt Ballhausen. 1977/78 ist die Orgel saniert worden. Das nötige Geld brachten die Pfarrgemeinde, die Ortsvereine und die politische Gemeinde auf.

Am Festgottesdienst am Freitag, 9. Oktober, um 18.30 Uhr mit Gemeindepfarrer Markus Grabowski nehmen auch die aus Langenhagen gebürtigen Pfarrer Matthias Kaminski (Gieboldehausen) und Wigbert Schwarze (Göttingen) sowie Schwester Petra von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut teil. Die Predigt hält der Hildesheimer Domkapitular Martin Wilk. Angekündigt haben sich die ehemaligen Gemeindepfarrer Karl-Hans Janotta (heute Duderstadt) und Jan Maczuga (Lüchow-Dannenberg). Auf den Gottesdienst folgt ein Festakt in der Gaststätte Ertmer, Langenhäger Straße 72.

Von Michael Caspar

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