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Lanz Bulldog- und Oldtimertreffen in Werxhausen

Freiluft-Museum auf Zeit Lanz Bulldog- und Oldtimertreffen in Werxhausen

Landwirtschaftsgeschichte unterhaltsam und informativ erleben: Diese Chance bietet sich den Besuchern des 16. Lanz Bulldog-, Standmotoren- und Oldtimertreffens, zu dem die Organisatoren am Sonnabend und Sonntag, 5. und 6. September, 400 Fahrzeuge auf dem Gelände rund um den Werxhäuser Sportplatz erwarten.

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Julian Kurth mit einigen Schleppern aus seiner Sammlung.

Quelle: OT

Werxhausen. Neben 250 bis 300 Schleppern sieht das Publikum betagte, aber gut erhaltene Autos, Lkws, Motorräder und Landmaschinen, erläutert Julian Kurth, einer der Organisatoren des rund 20 Mitglieder zählenden Lanz Bulldog Clubs Werxhausen. Zum Programm gehören unter anderem auch Pflugpräsentationen und Dreschvorführungen mit mehreren Maschinen, eine Schlepperparade und das Traktorpulling, bei dem durch das Ziehen eines Bremsschlittens die Kraft und Leistungsstärke eines Traktors deutlich wird. Verkaufsstände von Bücher- und Modellhändlern und ein Teilemarkt ergänzen das Programm, zu dem am Sonntag ab 9 Uhr ein Feldgottesdienst gehört.

 
„Beim vergangenen Treffen vor zwei Jahren sind sogar Leute aus Hannover und Bremen gekommen“, so Kurth, der 2003 mit 15 Jahren in den Club eingetreten ist. Schon mit acht Jahren hat er beim Heueinfahren mit seinem Opa Hubert dessen alten Trecker, einen 40er Hanomag, gelenkt. Ein Jahr später besuchte er erstmals das Treffen in Werxhausen und war begeistert. Mit 13 Jahren schenkte ihm sein Vater Bernward einen 25er Hanomag, Perfekt 300, der seit einem Vierteljahrhundert ungenutzt in der Nachbarschaft in einer Scheune stand, und den Julian wieder in Schuss brachte.

 
Kontinuierlich kamen weitere Schlepper dazu, darunter einer der letzten gebauten Hanomag-Schlepper mit Allradantrieb. Vom gesamten Lehrlingsgehalt aus seiner Ausbildung zum Landmaschinenmechatroniker erfüllte sich Kurth 2007 einen großen Traum und erwarb von einem Besitzer aus Holland einen Hanomag R 460, Baujahr 1962, der zuvor in Griechenland als Zugmaschine gelaufen war. Gekauft hat er sich unter anderem auch einen Güldner 35er, mit dem sein Opa die Landwirtschaft begonnen hat.

 
Doch Kurth besitzt noch viele andere Schmuckstücke, von denen er viele nach Werxhausen mitbringen will. Dazu gehören neben zehn Schleppern auch Deutschlands vermutlich älteste Diesel-Straßenwalze von 1928 des Herstellers Kaebele. „Das ist die Dicke Berta, die hat ein Eigengewicht von 9,5 Tonnen“, so der Bernshäuser, der mit der „Kleinen Dicken Angelika“ aus dem Jahr 1951 auch deren „Schwester“ zeigt. Nicht zuletzt präsentiert Kurth eine Bandsäge aus dem Jahre 1909, die bis vor kurzem bei der Heinz Sielmann Stiftung auf Gut Herbigshagen zu sehen war und die er 2008 zusammen mit den Berufsbildenden Schulen restauriert hat.
Das Treffen kann am 5. und 6. September von 9.30 bis 18 Uhr besucht werden.
 

VON AXEL ARTMANN

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